Bürgermeisterwahl Hirschhorn

Thomas Wilken ist "das S in SPD schon Verpflichtung"

Der Hirschhorner Bürgermeisterkandidat Thomas Wilken will zwar das Amt für alle Bürger ausüben, aber auf das Soziale Acht geben.

03.06.2022 UPDATE: 13.06.2022 06:00 Uhr 2 Minuten
Thomas Wilken (54) möchte am 3. Juli von den Hirschhornern das Vertrauen ausgesprochen erhalten, ihr nächster Bürgermeister zu werden. Stadtverordneter ist er schon. Foto: Felix Hüll

Von Felix Hüll

Hirschhorn. Es ist nicht ganz klar, ob man die Holzfällerhemden ein persönliches Markenzeichen von Thomas Wilken nennen kann. Aber das "casual ware", das der Bürgermeisterkandidat des Hirschhorner SPD-Ortsvereins auch längst schon vor dem aktuellen Wahlkampf zur Schau trägt, ist durchaus geeignet, etwas von der Persönlichkeit des stellvertretenden Stadtverordnetenvorstehers Hirschhorns zu veranschaulichen.

"Ich trete auch jetzt so auf wie ich bin. Ich bin eher so der lockere Typ. Das habe ich auch versucht bei der Kandidatenvorstellung im Bürgersaal in meiner Rede rüberzubringen" sagt Wilken, der von sich behauptet, es würde nicht nur ihm befremdlich vorkommen, wenn er bei einem ausgewählten Anlass auf einmal mit Anzug, Sakko oder Krawatte auftrete. Er verwendet das Wort nicht selbst, aber Authentizität ist dem gestandenen Kommunalpolitiker ein wichtiges Pfund im Umgang mit den Menschen, die er seit 2016 im Stadtparlament vertritt und für die er jetzt auch das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters wahrnehmen möchte.

Anders als es bei seinen Mitbewerbern Oliver Berthold (CDU) und Martin Hölz (Profil Hirschhorn) der Fall ist, hat lediglich die Hirschhorner SPD eindeutig als Partei einen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt, ihn, Thomas Wilken.

"Ich werde ein Bürgermeister für alle Hirschhorner sein", erläutert Wilken, aber gleichzeitig legt er Wert darauf, dass er zu seiner Parteimitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands stehe.

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"Das S in SPD ist für mich schon ein Festlegen auf die soziale Verpflichtung, die Bürger nicht zu sehr zu belasten." Der 1967 im badischen Heidelberg-Ziegelhausen Geborene sieht in Hessen die Kommunen besonders und vor allem viel mehr als im benachbarten Baden finanziell belastet.

Wilken: "Es sollte halt viel mehr geschaut werden, dass die Stadt alles, aber auch wirklich alles ausschöpft, was noch geht, um weitere Belastungen zu vermeiden." Dazu müsse man sich halt bemühen, tätig sein, sagt Wilken und lässt unschwer nachvollziehbar durchblicken, dass er dies ja wohl mit seinem Engagement schon getan habe in Etatdebatten, bei den Diskussionen über die Investitionen in die Infrastruktur, sei es beim Kindergarten oder der Wasserversorgung, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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