Eberbach

Mehr Wege und Grünflächen sind beim Generationen-Treffpunkt geplant

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, Biketrails und wucherndes Gestrüpp sind Thema beim Ortschaftsrat. Vorschläge für eine Jubiläumsfeier werden gesammelt.

01.07.2024 UPDATE: 01.07.2024 04:00 Uhr 2 Minuten, 8 Sekunden
Als Generationen-Treffpunkt umgestaltet werden soll die Außenanlage des Pleutersbacher Dorfgemeinschaftshauses. Der Ortschaftsrat stimmte den Plänen zu. Foto: Marcus Deschner

Von Marcus Deschner

Pleutersbach. Die Fortsetzung der seit Jahren laufenden Sanierungsmaßnahmen im und am Dorfgemeinschaftshaus war ein zentraler Punkt in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates. Zu der Zusammenkunft war auch ein halbes Dutzend Bürgerinnen und Bürger erschienen. Einmütig stimmte das achtköpfige Gremium der Freigabe der Entwurfsplanung für die Außenanlage am Haus zu. Die wurde von einem Mosbacher Ingenieurbüro entworfen.

Das Ganze soll im Rahmen des Entwicklungsprogramms ländlicher Raum (ELR) als künftiger "Generationen-Treffpunkt" umgesetzt werden. So sind eine Neugestaltung der Bühne im rückwärtigen Bereich, das Anlegen von Wegen, eine Begrünung der Außenfläche sowie die Installation von Spielgeräten und Sitzgelegenheiten vorgesehen. Auf rund 176.500 Euro Kosten schätzt das Fachbüro die Maßnahme. Davon gibt’s einen Zuschuss von knapp 54.000 Euro aus dem ELR-Programm. Nun muss sich der Bau- und Umweltausschuss des Eberbacher Gemeinderats in seiner kommenden Sitzung am Donnerstag, 4. Juli, damit beschäftigen. Danach sollen die Tiefbauarbeiten in Koordination mit den anderen Sanierungsarbeiten am Gebäude zeitnah ausgeschrieben und umgesetzt werden. Aber auch im Innern soll es nach dem Willen der Ortschaftsräte weitergehen. So soll die Ausstattung unter anderem mit Gardinen komplettiert werden. Auch ein Internetanschluss wäre wünschenswert.

Zu Beginn der Sitzung hatte der frühere Ortsvorsteher Wolfgang Raule moniert, dass seit der Einrichtung der Bike-Trails Fahrradfahrerinnen und -fahrer aus dem Wald in Richtung Ort rasen. "Ich hab‘ nix gegen Radfahrer", stellte er klar. Doch wie manche in Gruppen auftretende Lenker sich dort benähmen, sei "fast eine Katastrophe". Leute könnten dort kaum noch spazieren gehen. Diese Einschätzung teilte Ortschaftsrätin Tanja Haaß nicht: "Ich habe noch nie Probleme mit Radfahrern im Wald gehabt", sagte sie und riet, "mit dem Ganzen reflektiert umzugehen". Denn die Radfahrer seien froh, nach den Corona-Einschränkungen wieder in Gruppen fahren zu können.

Raule beschwerte sich auch über wuchernden Bewuchs am Aufgang zum Höhenweg sowie eine dort nicht ausreichende Beleuchtung. Dies soll Ortsvorsteherin Elisa Rupp zufolge an die Zuständigen bei der Stadt weitergegeben werden.

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Verärgert zeigten sich mehrere Ortschaftsräte, dass der Grünbewuchs zum Fluss hin beim Neckarrain am Rad- und Spazierweg nicht rechtzeitig vor dem Hochwasser gemäht wurde. So habe der Schlamm nicht ins angestammte Bett zurückfließen können, wurde beklagt. Stattdessen seien mittlerweile von Stadtmitarbeitern zum Neckar hin an der Wegkante einige große Kuhlen aufgetan worden, was eine Gefahr für Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger darstelle. "Ich bin seit zehn Jahren im Ortschaftsrat und die Stadt kommt bei dem Thema nicht in die Pötte", ärgerte sich Nicole Rupp. Ähnlich sei es im Bereich des Bolzplatzes, ergänzte Fabian Seib.

Heike Krumnow bedauerte, dass es anlässlich der 50-jährigen Zugehörigkeit Pleutersbachs zur Stadt Eberbach bislang noch keine Feier gegeben hat. Man könne sich als Ortsteil doch "glücklich schätzen, dabei zu sein". Bei der im Jahr 2027 anstehenden Feier zum 800. Stadtjubiläum Eberbachs solle zentral für alle Ortsteile etwas stattfinden, merkte Elisa Rupp an. Doch im Verlauf der Diskussion wollte sich das Gremium damit nicht zufrieden geben. Vielleicht könne ja was im Rahmen der Herbstkerwe stattfinden, schlug Fabian Seib vor. Deren Organisatoren hätten schon genug zu tun, erntete er bei Patrick Poser Widerspruch. Das Ortsteiljubiläum solle eine Veranstaltung der Kommunalpolitik sein.

Nun sollen Vorschläge zusammengetragen werden, wie man kurzfristig noch etwas auf die Beine stellen kann. Daher wurde eine öffentliche Ortschaftsratssitzung für Mittwoch, 10. Juli, 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus angesetzt.

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