"Die Ampel droht auf Rot zu springen!" (plus Fotogalerie)
Rund 150 Menschen nahmen am diesjährigen Ostermarsch durch Heidelberg teil.

Von Helen Moayer Toroghy
Heidelberg. Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen, Klimawandel aufhalten, Rassismus und Fluchtursachen bekämpfen – das und mehr waren die Themen des diesjährigen Ostermarsches am heutigen Samstagnachmittag.
Der Marsch begann im Park der Stadtbücherei und endete auf der Neckarwiese. Rund 150 Menschen versammelten sich dort, um auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. In ihren Händen hielten sie bunte Fahnen mit Friedenstauben, "Peace"-Zeichen und Parolen wie "Nein zur Nato". Joachim Guilliard vom Friedensbündnis eröffnete die Kundgebung.
"Wir demonstrieren heute auch gegen die Erhöhung des deutschen Militärhaushalts: Kein Geld für Waffen und Militär, sondern für ein solidarisches Sozialsystem", forderte Guilliard.
Die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sind für viele Beteiligte Grund zur Sorge: "Gegenwärtig gewinnen die Destruktivkräfte die Oberhand, ob nun in Fragen der Energie, der Ökologie, der sozialen Gerechtigkeit oder der Aufrüstung. Die Ampel droht auf Rot zu springen", sagte Jörg Götz-Hege, Geschäftsführender Landessprecher des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Die Pandemie verstärke diese Probleme zusätzlich, umso wichtiger sei es jetzt zu handeln.
Neben dem Heidelberger Friedensbündnis waren dieses Jahr auch die Seebrücke Heidelberg, der Deutsche Gewerkschaftsbund Heidelberg Rhein-Neckar, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rhein-Neckar Heidelberg und Fridays for Future Heidelberg am Aufruf zur Demo beteiligt.