Begehrter Brennstoff

Tipps zum Kauf von Feuerholz für Öfen

Feuerholz ist nicht gleich Feuerholz. Und das richtige Anfeuern will gelernt sein.

02.08.2022 UPDATE: 02.08.2022 14:07 Uhr 3 Minuten, 37 Sekunden
Je härter das Holz ist, desto länger brennt es auch. Wer mit weichen Hölzern wie Kiefer, Tanne und Fichte heizt, muss hingegen öfter Scheite nachlegen. Foto: Christin Klose/dpa

Kamen/Straubing (dpa) - Wer einen Holzofen besitzt, könnte in diesem Winter klar im Vorteil sein. Denn angesichts drastisch steigender Preise für Gas und Öl ist Feuerholz eine Alternative, die es ermöglicht, die Zentralheizung erst später im Jahr anzuwerfen - und im Frühjahr eher auszuschalten. So lassen sich Energiekosten sparen.

Doch diese Rechnung geht für dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr auf. "Dieses Jahr noch trockenes Brennholz zu bekommen, ist fast unmöglich", sagte Gerd Müller, Leiter der Geschäftsstelle des Bundesverbands Brennholz in Kamen, Anfang Juli. Oder anders gesagt: Wen Sie einen Waldbesitzer oder einen Förster kennen oder auf ein Angebot im Handel stoßen: Sie haben vermutlich gerade Glück.

Aber wer einen Holzofen hat, muss meist ohnehin auf Vorrat kaufen - denn das Holz muss erst mal trocknen. Hier sind die wichtigsten Kennzahlen und Tipps für Ihre Vorsorge:

- Raummeter oder Festmeter?

Brennholz wird oft in Raummetern (Rm) verkauft, auch Ster genannt. Manchmal ist in Süddeutschland zudem von Klafter die Rede. Bei einem Raummeter handelt es sich um einen Kubikmeter lose gestapeltes Holz einschließlich der Hohlräume, erläutert der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) in Frankfurt. Zwischen dem Holz kann also viel Luft sein. Übrigens: Ein Klafter entspricht rund drei Raummetern.

Wird ein Kubikmeter Holz ohne Hohlräume gestapelt, handelt es sich um einen Festmeter (Fm). Das entspricht einem Würfel, der einen Meter breit, einen Meter hoch und einen Meter lang ist. Ein Schüttmeter (Srm) ist ein Kubikmeter lose geschüttetes Holz mit Hohlräumen.

Ofenbesitzer sollten beim Kauf daher auch auf die Einheit achten. Denn je nachdem, ob es sich um Weich- oder Hartholz handelt und abhängig von der Maßeinheit bekommen sie unterschiedliche Mengenangaben: So entspricht laut HKI ein Raummeter des harten Buchenholzes mit 33 Zentimetern Scheitlänge 1,48 Schüttraummetern oder 0,62 Festmetern. Ein Raummeter des weichen Fichtenholzes mit der gleichen Scheitlänge sind 1,62 Schüttraummeter und 0,64 Festmeter.

- Weich- oder Hartholz?

Je härter das Holz, desto höher ist der Energiegehalt des einzelnen Scheits. "Klassiker für Einzelfeuerungsanlagen sind Buche, Birke und Eiche", sagt Hans Hartmann vom Technologie- und Förderzentrum (TFZ) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing. "Sie sind ...