Heilbronn

Der Sommer im Obstgarten kann kommen

Es gibt ein umfangreiches Programm zum Genießen und viele Angeboten zum Lernen und Wissen über die Natur.

12.05.2022 UPDATE: 13.05.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 15 Sekunden
Der Botanische Obstgarten in Heilbronn ist nicht nur als Kulisse für Hochzeitsfotos beliebt, sondern vor allem wegen seiner nachhaltigen Bewirtschaftung und seines Jahresprogramms. Foto: Brigitte Fritz-Kador

Von Brigitte Fritz-Kador

Heilbronn. Gartenschau in Eppingen – dabei muss es nicht bleiben: Ein ideales Kontrastprogramm für einen "runden Sommer" bietet der Botanische Obstgarten in Heilbronn. Schon fast in den Weinbergen gelegen, ist er seit Jahren Anziehungspunkt für alle Freunde der maßvoll gezähmten Natur und einem mehr nachhaltigen als profitablen Umgang mit ihr. Dafür stehen seine Andersartigkeit, seine Geschichte und seine heutigen Betreiber.

Mit Besucherzahlen wird hier nicht gepunktet, Zahlen und Fakten stehen für seine lange Tradition und den künftigen Bestand. Das Areal gehört der Stadt, getragen wird der Obstgarten vom Förderverein Garten- und Baukultur unter der Leitung von Ulrich Frey, mit dabei sind eine ganze Reihe von Kooperationspartnern. Geschichte begegnet man hier auf Schritt und Tritt, beispielsweise in den historischen Gartenlauben, die man auch mieten kann. Für ein Picknick im Maurischen Pavillon – mit "full service" – muss man nur schnell genug sein beim Buchen. Die schöne Lage "im Breitenloch" unterhalb der Weinberge und auch Exponate aus einer Sammlung früherer Bau-Epochen in Heilbronn werden auch gerne als romantischer Ort für Hochzeitsfotos genutzt.

Die Anlage von Rasenflächen, Natur- und Streuobstwiesen, Blüten- und Beerensträuchern, Blumenrabatten und alten Bäumen samt absichtsvoll geführter Wege und Hecken ist, orientiert an den Vorbildern der englischen Gartenkultur, trotzdem "öko" und "bio". Das ergibt eine Ganzheit von Natur, Genießen, Lernen und Kultur.

Die raue Wirklichkeit bleibt nicht außen vor: Der Klimawandel macht sich immer stärker bemerkbar, auch bei Auswahl und Pflege von Pflanzen. Das ist das "Revier" von Helga Mühleck. Sie erläutert, dass das mit einem Mehr an Arbeit und weniger an "Material" verbunden ist. Ihre Floristik im Hofladen hat Kultstatus, nun muss sie dafür "Ware" zukaufen und das, weil an anderer Stelle gespart wurde: Die schweren Gartenarbeiten hatte seither eine kleine, von der Stadt unterstützte Firma übernommen; dafür gibt es jetzt kein Geld mehr. Mühleck hofft dennoch, mit den neuen Bedingungen zurechtzukommen, und dass der Hofladen und auch die beliebten beiden Märkte an die Erfolge der Jahre vor der zweijährigen Corona-Pause anknüpfen werden.

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