Krimiautor Volker Kutscher

Auf seinen Romanen basiert die Serie "Babylon Berlin" (plus Video)

Erst beim Schreiben entscheidet sich bei Volker Kutscher, wo die Reise hingeht. Der Autor las in der Heidelberger Stadtbücherei aus seinem neuen Roman "Transatlantik" vor.

25.01.2023 UPDATE: 25.01.2023 21:00 Uhr 1 Minute, 52 Sekunden
Volker Kutscher. Foto: Sabine Arndt

Von Jesper Klein

Heidelberg. Ein voller Saal und lange Schlangen am Signiertischchen: Volker Kutscher ist gefragt. In persona in der Heidelberger Stadtbücherei ebenso wie als Romanvorlagenschreiber für "Babylon Berlin". Während die vierte Staffel der Erfolgsserie im Laufe des Jahres ins Fernsehen kommt (bei Sky ist sie bereits zu sehen), befindet sich Kutscher mit seinen Romanen auf der Zielgeraden: Neun von zehn Bänden sind geschrieben, der jüngste heißt "Transatlantik". Er stellt nicht Kriminalkommissar Gereon Rath, sondern Charlotte Rath (in der Serie noch Ritter) in den Mittelpunkt.

Krimiautor Volker Kutscher mit neuem Roman von Youtube

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Mit seinen Romanen gehe er der Frage nach, wie aus der Weimarer Republik das Monster des NS-Staates werden konnte, erzählt Volker Kutscher im Videointerview mit der RNZ: "Ich möchte nicht nur zeigen, wie die Republik zugrunde ging. Ich möchte auch zeigen, wie sich die Diktatur mehr oder weniger schnell etablierte."

Für sein ambitioniertes Romanprojekt hatte Kutscher einst seinen sicheren Job als Tageszeitungsredakteur aufgegeben. Schnell war ihm klar: "Es müssen acht Romane sein." Am Ende werden es sogar zehn, weil Kutscher die Geschichte noch zwei Jahre länger erzählen wollte – bis ins Jahr 1938 und zu den Schrecken des Nationalsozialismus.

"Ich möchte durch Fiktion und Empathie nachvollziehen, wie es gewesen sein könnte, wenn unterschiedliche Menschen erleben, wie sich die Diktatur immer mehr in den Alltag frisst und ihn verändert", sagt Kutscher, der neben Germanistik auch Geschichte studiert hat.

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"Ich gebe mir Mühe, dass der Hintergrund so akkurat wie möglich ist", erklärt er die Recherche, die hinter seinen Büchern steckt. "Ich versuche, die Fakten, die bekannt sind, zu berücksichtigen." Mit Fotos und Filmen, aber auch anhand von Tageszeitungen und ...

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