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Pfotenabdruck fürs Klima

Sogar Haustiere beeinflussen das Klima. Forscher haben untersucht, wie viel klimaschädliches Gas durch Hunde und Katzen entsteht. Tierfreunde können etwas tun, um die Umwelt zu schützen.

25.01.2022 UPDATE: 25.01.2022 16:38 Uhr 1 Minute, 11 Sekunden
Kater
Auch Haustiere tragen zu unserem ökologischen Fußabdruck bei. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Viele Dinge, die wir jeden Tag tun, beeinflussen das Klima auf der Erde: Wer zum Beispiel viel mit dem Flugzeug fliegt, viele neue Klamotten kauft und viel Fleisch ist, trägt zur Erwärmung unseres Planeten bei. Auch die Haltung eines Haustiers verursacht klimaschädliche Gase in der Luft.

Welche Menge das ist, versuchen Fachleute zu berechnen. Für Menschen wird dann etwa erfasst, wie viele Kilometer wir mit dem Auto fahren, wie viel wir wegwerfen oder wie viel Strom wir verbrauchen. Das Ergebnis wird häufig ökologischer Fußabdruck genannt. Je größer der ist, desto größer ist auch der Einfluss aufs Klima.

Forscher haben das nun unter anderem für Hunde und Katzen untersucht. Denn der ökologische Pfotenabdruck von Tieren lässt sich auch berechnen. "Das Futter hat bei der Klimawirkung den größten Anteil", sagt der Wissenschaftler Matthias Finkbeiner. "Je größer das Tier ist und je mehr Fleisch es frisst, desto mehr wird das Klima beeinflusst."

Die Forscher haben auch mitgerechnet, wo das Futter herkommt und wie es hergestellt wird. Dazu kamen die Verpackung, die Transporte und der Müll, der durch Hundehaufen und Katzenklos anfällt.

So kommt einiges zusammen. Denn allein in Deutschland leben knapp 16 Millionen Katzen und knapp elf Millionen Hunde. Die futtern hauptsächlich Fleisch, und zwar jede Menge. Das stammt von Rindern, Schweinen und Geflügel aus großen Schlachthöfen.

Tierfreunde können aber die Umwelt schützen, indem sie einige Dinge beachten: "Wenn es artgerecht geht, kann man sein Haustier auch mit pflanzlichen Anteilen füttern", sagt Matthias Finkbeiner. "Außerdem kann man viel Verpackungsmüll sparen, wenn man größere Packungen kauft und auf die kleineren Dosen verzichtet." Wer eine Katze hat, sollte zum Beispiel biologisch abbaubares Katzenstreu benutzen.

ESU Services-Studie CO2-Bilanz Haustiere (2019)

Der CO2-Rechner des Bundesumweltamtes

Industrieveraband Heimtierbedarf über die Anzahl Haustiere in Deutschland

US-Studie CO2-Bilanz Nahrungskonsum Hund und Katze (2017)

IPCC-Bericht "2 Tonnen pro Person" (Seite 40)

Tierschutzorganisation Peta mit Tipps für nachhaltigere Tierhaltung

Studie Finkbeiner 2020

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