KLARO!

Klaro! - das sind die RNZ-Nachrichten für Kinder.

Leere Klassenzimmer

Nicht nur in Deutschland waren die Schulen wegen Corona geschlossen. Auch in anderen Ländern war das so, oft sogar viel länger als bei uns. Zwei Kinder aus dem Land Indien berichten davon.

24.01.2022 UPDATE: 24.01.2022 16:28 Uhr 1 Minute, 12 Sekunden
Schulkinder
Reyansh (links) und Rudransh (rechts) aus dem Land Indien haben ständig Online-Unterricht. Foto: Privat/dpa

Rudransh und Reyansh haben ihr Klassenzimmer noch nie von innen gesehen. Dabei geh die siebenjährigen Zwillinge jetzt in die erste Klasse. Schuld daran ist Corona. Die Zwillinge wohnen im Land Indien. Seit Beginn der Krise sind in ihrem Heimatort Kindergärten und Grundschulen geschlossen.  Rudransh und Reyansh lernen nur Zuhause vor dem Computer.

"Wir möchten unsere Freunde treffen und auf dem Schulhof spielen", sagt Rudransh. Sein Zwillingsbruder erklärt: "Wir wollen mal unsere Lieblingslehrerin treffen." Dann könnte die Lehrerin ihnen einen Stern für richtig gemachte Hausaufgaben geben. Momentan müssen sie sich selbst mit einem Stern im Übungsheft belohnen.

Wie den beiden geht es vielen Kindern in dem asiatischen Land. Während in Deutschland die Schulen ungefähr vier Monate lang zu waren, blieben sie in Indien oft viel länger dicht. Einige Schulen machten nach neun Monaten wieder auf, andere erst nach 19 Monaten. Manche Kinder hatten nun fast zwei Jahre keinen normalen Unterricht.

Die Zwillinge gehören zu den reicheren Familien in Indien und konnten deswegen in der Zeit mit einem Computer lernen. Auch kümmerten sich ihre Lehrerinnen und Lehrer darum, Aufgaben zu schicken und Online-Unterricht zu geben.

Eine indische Organisation fand heraus: Die Mehrzahl der ärmeren indischen Kinder konnte dagegen lange Zeit fast gar nicht lernen. Vor allem dann, wenn sie kein Laptop und kein Handy hatten. Nur eines von fünf Kindern in Indien wurde in der Corona-Zeit weiter unterrichtet.

Auch in anderen Ländern auf der Welt fiel oft mehr Schule aus als in Deutschland. Die Hilfsorganisation Unesco stellte fest: Wegen der Schulschließungen waren Kinder häufiger alleine, waren häufiger gefrustet und lernten weniger. Deswegen sei es jetzt wichtig, den Kindern die Chance zu geben, das aufzuholen.

Obwohl sich das Virus gerade wieder stark verbreitet, bleiben die Schulen in den meisten Ländern geöffnet. Das sei eine gute Nachricht, findet die Unesco. Schule sei ein Ort, wo Kinder sich treffen und austauschen können. Das sei extrem wichtig.

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