Ibisevic: "Das ist schon bitter"

Der bosnische Stürmer trifft schon zum zweiten Mal gegen Bayern und verliert in der letzten Minute  

22.09.2010 UPDATE: 22.09.2010 09:42 Uhr 1 Minute, 19 Sekunden
Ibisevic: "Das ist schon bitter"

Der bosnische Stürmer trifft schon zum zweiten Mal gegen Bayern und verliert in der letzten Minute

Nach dem Spiel gegen Bayern muss sich Hoffenheim die Frage gefallen lassen: Darf Vedad Ibisevic gegen Bayern nochmal Tore schießen?

Der bosnische Stürmer stürzte sich, seine Mannschaft und die Fans nach seinem Treffer in der ersten Spielminute in eine Achterbahnfahrt mit bitterem Ende. Sechzig Minuten war man den Bayern ebenbürtig, hatte sie am Rand einer Niederlage, als ein Freistoß von Salihovic in der 42. Minute an den Pfosten klatschte. Und verlor.

Ibisevic ist obendrein Wiederholungstäter. Auch 2008 brachte er seine TSG gegen Bayern in Führung. Am Ende kassierten die Hoffenheimer in der Nachspielzeit das 1:2 durch Luca Toni. Darf Ibisevic gegen Bayern nicht mehr treffen? "Nein, nein", lacht der Bosnier nach dem Spiel für einen kurzen Moment auf, um dann wieder ernst zu werden: "Es ist schon ärgerlich. Wir waren zweimal gegen Bayern so nah an einem Punkt und dann haben wir in der letzten Minute verloren. Das ist schon bitter."

Doch Ibisevic wirkt gefestigt. "Ich habe als Profi schon einige solcher Situationen erlebt", so der Bosnier "wir haben alles gegeben, der Punkt wäre gerecht gewesen." Er will stattdessen die "guten Dinge" herausheben. "Wir haben gegen den Ball gut gearbeitet. Die Bayern haben sich nicht so viele Chancen erarbeitet. Es ist nicht leicht, gegen Bayern zu spielen. Sie sind eine sehr gute Mannschaft."

Auch im zweiten Durchgang hatten die Hoffenheimer noch die Chance zum zweiten Tor. Die Konterchancen wurden aber oft nicht konsequent genug zu Ende gespielt. "Wenn man gegen den Ball oft hinterher läuft, dann ist es schwierig, Konter perfekt auszuspielen. In der ein oder anderen Situation war mehr drin, aber das ist gegen Bayern nicht so leicht."

79 Prozent Ballbesitz der Bayern und 37 Flanken in den Strafraum zermürbten die Hoffenheimer in der zweiten Hälfte mehr und mehr. Die Konzentration und die Kraft ließen nach. Am Ende wird Ibisevic doch kurz nachdenklich: "Für die Moral wäre es besser gewesen, heute einen Punkt mitzunehmen. Jetzt müssen wir härter daran arbeiten, das wegzustecken. Es gilt, Bayern zu vergessen, weil wir am Freitag gegen Köln spielen."

 

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