TSG Hoffenheim gegen Stuttgart

Kramaric rettet einen Punkt

Die Kraichgauer gewinnen auch vor heimischen Publikum nicht und spielen 2:2 gegen den VfB.

24.01.2023 UPDATE: 24.01.2023 22:30 Uhr 3 Minuten, 51 Sekunden
Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric jubelt. Foto: Uwe Anspach/dpa

Von Achim Wittich

Sinsheim. Leidenschaft, Gier und ein unbedingter Siegeswille. Eigenschaften, die den Profis der TSG Hoffenheim in dieser Spielzeit viel zu oft verloren gegangen sind. Einer, der genau dafür steht, wurde am Dienstagabend vorm Landesvergleich gegen den VfB Stuttgart verabschiedet. Benjamin Hübner (33) muss seine Karriere beenden, der Körper spielt nicht mehr mit. Der langjährige Kapitän wurde vor der Südkurve gefeiert. "Es ist ist schwer, ich mach’s ganz kurz. Danke für die Unterstützung, die Hilfe bei meinen vielen Comebacks. Das werde ich Euch nie vergessen", sagte Hübner und konnte sich dabei die ein oder andere Träne nicht verkneifen. Nach dem glücklichen 2:2 (1:1) war ihm nach dem Abpfiff sicher kaum besser zumute.

Hübners emotionaler Abschied

Seine ehemaligen Mannschaftskollegen standen gehörig unter Druck. "Die Zeit des Redens ist vorbei. Was zählt, ist ein Sieg im nächsten Spiel", hatte "Hoffe"-Trainer André Breitenreiter am Montag auf der virtuellen Pressekonferenz Tacheles geredet. Nach vier Niederlagen in Serie und insgesamt sechs sieglosen Parten wollte er von europäischen Ambitionen nichts mehr wissen. Kein Wunder, vor dem Duell betrug der Vorsprung auf die Stuttgarter auf dem Abstiegsrelegationsrang 16 gerade einmal drei Pünktchen.

Breitenreiter nahm vier Veränderungen gegenüber dem 1:3 am vergangenen Samstag bei Union Berlin vor. Pavel Kaderabek, Kevin Vogt, Sebastian Rudy und Andrej Kramaric rückten für Kevin Akpoguma, Ozan Kabak (Gelbsperrre), Dennis Geiger und Tim Bischof in die Startformation.

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Nach zwei Minuten gab Robert Skov den ersten Warnschuss in Richtung des Tores der Schwaben ab, gefährlich war sein Versuch allerdings für VfB-Torwart Florian Müller nicht.

Unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick ging’s vom Anpfiff weg emotional zu – auf dem Rasenviereck genau so wie auf den Rängen. Derbyzeit eben, Breitenreiter ("Es wird ein hitziges Duell") hatte es nicht anders erwartet. Er durfte schon nach elf Minuten jubeln. Angelo Stiller brachte den Ball in den Sechzehner zu Angelino, der leitete ihn weiter und Kramaric hielt gekonnt den Fuß hin – die kriselnde TSG führte 1:0.

Richtig beseelt davon wurden die Kraichgauer aber nicht, auch wenn sie dem VfB keine nennenswerten Chance erlaubten. Die "Blauen" hatten die Partie gegen die "Weißen" mit rotem Brustring im Griff, verpassten aber ein zweites Tor – und ...

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