Mit seinem Zitter-Heimsieg macht der SVS weiter Boden gut
Nach dem 2:1 der Sandhäuser im ersten Spieldrittel drängten die Stuttgarter Kickers auf den Ausgleich. Der SVS allerdings rettete die Führung über die Zeit.

Von Claus Weber
Sandhausen. Der SV Sandhausen hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gut eine Woche nach der unglücklichen 0:1-Last-Minute-Niederlage beim FSV Frankfurt gewann der Fußball-Regionalligist sein letztes Heimspiel des Jahres gegen die Stuttgarter Kickers mit 2:1 (2:1) und nahm damit Revanche für die 2:3-Pleite im Hinspiel in der Landes-Hauptstadt. Pascal Testroet (2.) und Louis Kolbe (32.) trafen für die Kurpfälzer, die am Ende aber arg zittern mussten, weil die Kickers enormen Druck machten.
Sandhausen machte weiter Boden gut, kletterte auf den siebten Tabellenrang, der Rückstand zum Spitzenreiter SGV Freiberg, der bereits am Samstag das Spitzenspiel gegen den FSV Frankfurt mit 2:1 gewann, blieb jedoch bei weiterhin acht Punkten gleich.
Die Partie begann äußerst flott. Schon nach zwei Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Tor. Nach einem Durcheinander im Stuttgarter Strafraum, nickte Pascal Testroet eine maßgenaue Vorlage von Teoman Akmestanli per Kopf zum 1:0 für den SV Sandhausen ein. Doch die Freude über die frühe Führung währte nicht lange. Schon drei Minuten später traf Flamur Berisha zum Ausgleich ins lange Eck (5.).
Das Spiel blieb schnell und intensiv, doch es dauerte bis zur 32. Minute, ehe die Gastgeber erneut vorlegen konnten. Luis Kolbe wurde auf die Reise geschickt, behielt im Eins-zu-Eins gegen Leon Neaime die Nerven und schob den Ball am Kickers-Schlussmann vorbei zum 2:1 ins Tor.
Die Stuttgarter drängten auf den erneuten Ausgleich, doch Ken Gipson (45.) und Kwabe Schulz (46.) verhinderten mit ihren Rettungsaktionen Schlimmeres. Auf der Gegenseite hatte David Mamutovic das 3:1 auf dem Fuß, traf aber nur den Innenpfosten, von dem der Ball zurück ins Feld sprang (49.).
Mit viel Glück und Geschick verteidigte Sandhausen die Stuttgarter Schlussoffensive. Erst schoss Kickers-Stürmer Samuel Unsöld frei vor SVS-Schlussmann Lukas Schneller drüber (80.), dann klärte Teoman Akmestanli auf der Linie (82.) und schließlich verhinderte Torwart Schneller mit einer Glanzparade (86.) den Ausgleich der Stuttgarter, der inzwischen mehr als verdient gewesen wäre.
Sandhausen: Schneller – Kolbe, Gipson Schulz, Akmestanli – Tarnat, Inaler – Mamutovic (85. Wagner), Halbauer (90. Zahnen Martinez) – Testroet, Herrmann (67. Krauße)
Stuttgart: Neaime – Udogu, Danquah (63. Schwab), Petrovic, Fundel (46. Blank) – Tomic (63., Lockl (63. Frauendorf) – Schembri (77. Braig), Kiefer (84. Abdullahu) – Unsöld, Berisha
Schiedsrichter: Lukas Jungfleisch (Fischbach)
Zuschauer: 2887
Tore: 1:0 Testroet (2.), 1:1 Berisha (5.), 2:1 Kolbe (32.)



