Adler Mannheim

Gala-Auftritt beim 4:0-Sieg gegen Bremerhaven

Torhüter Max Franzreb mit einer erneut sehr starken Leistung.

30.11.2025 UPDATE: 30.11.2025 19:56 Uhr 2 Minuten, 4 Sekunden
Die Adler bejubeln den Treffer von Zach Solow (Mitte) zum zwischenzeitlichen 2:0. F: pix

Von Rainer Kundel

Mannheim. Pünktlich zum ersten Advent haben die Adler Mannheim ihre Ergebniskrise endgültig überwunden und mit einem glanzvoll herausgespielten 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)-Sieg gegen die Pinguins Bremerhaven ihre Position als erster Verfolger von Tabellenführer ERG Ingolstadt untermauert.

Erwartungsgemäß mit dem ehemaligen Bremerhavener Max Franzreb im Tor und mit einer Rotation in der Defensive (Hayden Shaw anstelle von Tobias Fohrler) ging die Mannschaft von Dallas Eakins nach dem überzeugenden 4:2-Erfolg vom Freitag in Schwenningen die Partie gegen die Seestädter an. Und sie legte ein erstes Drittel aus dem Lehrbuch aufs Eis. Zweikampfstark, temporeich, diszipliniert. Die Adler beherzigten diesmal auch jene Dinge, die vielfach für einen erfolgreichen Spielausgang entscheidend sind: Für viel Verkehr vor dem Tor des Gegners sorgen und vorm eigenen Gehäuse entschlossen abräumen.

So war die Zwei-Tore-Führung nach 20 Minuten hoch verdient. Tom Kühnhackl erzielte bereits nach 78 Sekunden die Führung, als Kristian Reichel den linken Flügelstürmer passgenau bediente. Zach Solow (10. Minute) legte nach einem Distanzschuss von John Gilmour nach, als der Center entschlossen vor dem Torraum der Pinguins einparkte und im Gewühl am schnellsten reagierte. Während vier gut vorgetragener Überzahl-Minuten boten sich Kristian Reichel und Luke Esposito weitere Chancen, so dass die Gäste noch gut bedient den Weg zur ersten Pause antreten durften.

Danach wurde die Überlegenheit und Spielfreude der Blau-Weiß-Roten sogar noch deutlicher. Alle vier Blöcke arbeiteten entschlossen am dritten Treffer, die "Nordlichter" wurden geradezu eingeschnürt und konnten sich teilweise nur mit unerlaubten Weitschüssen befreien. Dan Renouf, Kris Bennett, Marc Michaelis seien nur beispielhaft für das halbe Dutzend guter Einschussmöglichkeiten genannt, als die Scheibe wie aus einem Guss durch die Reihen lief, was von den gut 12.000 Besuchern mit Szenenapplaus bedacht wurde. Das mehr als überfällige 3:0 besorgte schließlich Alexander Ehl (35.), der aus zentraler Position von Marc Michaelis freigespielt wurde.

Die offiziell gezählten 28:14 Torschüsse drückten nur unzureichend die Überlegenheit der "Greifvögel" aus; weil Abschlüsse, die knapp das Gehäuse verfehlen, nicht in die Statistik einfließen. "Wir waren von Beginn an mit Energie und Konsequenz unterwegs", begründete Solow vor der zweiten Pause die Überlegenheit der Gastgeber.

Auch wenn die Pinguins gegen Ende das Geschehen ausgeglichen gestalteten – bei einer Strafzeit gegen Yannick Proske vier Minuten vor Schluss ließen es die Adler nicht zu, dass die Gästebank Torhüter Hudacek für einen sechsten Feldspieler ziehen konnte. Denn zur Abrundung des Abends traf Abwehrrecke Dan Renouf (57./in Unterzahl!) mit seinem ersten Punktspieltor für den 4:0 Endstand. Ein Resultat, das nicht nur zu drei Punkten taugt, sondern zu einem Gesamtbild führt, das zum Besten seit dem 7:1 am dritten Spieltag gegen die Eisbären Berlin gehört. "Es ist immer unser Bestreben, über 60 Minuten unseren Plan umzusetzen, was nicht einfach ist. Heute ist es uns gelungen", zog Eakins ein nüchternes Fazit.

Ein Extra-Vorhang gebührte Max Franzreb nach einem weiteren Zu-Null-Spiel. "Wir haben eine Woche mit konstantem Eishockey abgerundet", befand der Goalie, der nach dem Interview beim übertragenden Sender von der Fankurve besonders lautstark gefeiert wurde.

Nach einigen zuletzt eher zähen Aufritten gegen weniger starke Teams war der glatte Sieg für die Fans eine frohe Botschaft zur Vorweihnachtszeit. Liedgut wie das "In der Weihnachtsbäckerei" und der Blau-Weiß-Rote Walzer durften dabei nicht fehlen.

Adler Mannheim – Bremerhaven Pinguins 4:0 (2:0, 1:0, 1:0); Tore: 1:0 Kühnhackl (2.), 2:0 Solow (10.), 3:0 Ehl (35.), 4:0 Renouf (57.); Schiedsrichter: Iwert (Harsefeld), Cespiva (Duisburg); Strafminuten: 6/8; Zuschauer: 12.090.

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