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(Foto: dpa)

Verlust von Heizungswärme

So halten Fenster wieder dicht

Fenster bewahren die Wärme in den Räumen und halten die Kälte von außen fern. Mit der richtigen Pflege bleiben sie länger dicht.

17.11.2022 UPDATE: 17.11.2022 10:50 Uhr 2 Minuten, 21 Sekunden
Flackert die Kerzenflamme neben dem Fenster, ist es undicht. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn​

Von Markus Peters

Wenn draußen ein kalter Wind weht, sollte es in den Innenräumen angenehm warm sein. Falls sich stattdessen die kühle Außenluft durch die Fensterritzen bemerkbar macht, ist das nicht nur unangenehm. Das kostet auch wertvolle Heizenergie.

Sie fühlen keinen kalten Luftzug? Der Test, ob die eigenen Fenster dicht sind, lohnt sich trotzdem: Laut einer Studie des Verbands Fenster + Fassade (VFF) gelten 235 Millionen von insgesamt rund 634 Millionen Fenstereinheiten (jeweils ein Fenster mit 1,69 Quadratmeter Fläche) in deutschen Wohngebäuden als veraltet.

Durch sie kann Energie über eine schlechte Verglasung und mangelnde Isolierung verloren gehen. Auch moderne Fenster können durch schlechte Wartung schon undicht sein.

Der Dichte-Test:

Ob das der Fall ist, kann man selbst herausfinden: "Man sollte ein Blatt Papier locker auf den Fensterrahmen legen und das Fenster dann schließen", sagt VFF-Geschäftsführer Frank Lange. "Lässt sich das Papier nicht mehr herausziehen, schließt das Fenster gut. Kann man das Papier hingegen noch entfernen, hapert es mit der Dichtigkeit."

Auch eine brennende Kerze kann helfen. Langsam am Fensterrahmen entlang geführt, flackert sie da, wo es undicht ist, sagt Tischlermeister Thomas Gerke von der DIY Academy in Köln. Für eine genauere Diagnose empfiehlt er aber einen Wärme-Scanner, den es für wenig Geld im Baumarkt gibt. "Mit ihm kann man nicht nur am Fenster, sondern auch an anderen Bereichen eines Gebäudes Kältelücken identifizieren."

Das Problem: Kaputte Dichtung

Häufig ist die Dichtung am Rahmen das Problem, die gequetscht, verklebt oder porös geworden ist. "Sie lässt sich auch von Laien relativ leicht austauschen", sagt Heimwerkerexperte Thomas Gerke. Entsprechende Meterware gibt es im Fachhandel.

Zuvor muss die alte Dichtung komplett entfernt und der Bereich anschließend sorgfältig gereinigt werden. Damit fängt man am besten in einer Ecke an und arbeitet sich rundherum vor. Die neue Dichtung wird behutsam, aber gründlich in die entsprechende Nut des Fensters gedrückt. Dies gelingt am ehesten, wenn man oben in der Mitte des Rahmens ...