Heilbronn

Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Der Lichterglanz in der Stadt weckt Erinnerungen an früher und auch ernste Töne.

24.11.2022 UPDATE: 24.11.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 16 Sekunden
Oberbürgermeister Harry Mergel eröffnete den Weihnachtsmarkt in Heilbronn und erinnerte auch an diejenigen, die Weihnachten nicht so fröhlich und unbeschwert feiern können. Foto: Brigitte Fritz-Kador

Von Brigitte Fritz-Kador

Heilbronn. Weindorf oder Weihnachtsmarkt? Der Andrang war vergleichbar am Abend der Eröffnung des Weihnachtsmarktes, und wer vermutet oder befürchtet hatte, dass er nach zwei Jahren Pause nicht an die erfolgreiche Zeit zuvor würde anknüpfen können, der sah sich getäuscht. Auch zur Freude der Heilbronn Marketing GmbH (HMG), der Ausrichter und der Beschicker. Die Stadt ist festlich illuminiert, auch das macht Stimmung und kommt an. Dass dieser Weihnachtsmarkt dennoch ein besonderer ist, ist ebenso unstrittig. Nach der Corona-Pandemie nun die Energiekrise und ein Kriegsgeschehen vor der europäischen Haustüre lassen solche Veranstaltungen auch in einem anderen Licht erscheinen. Dass es mit der Selbstverständlichkeit, mit der bislang solche Festivitäten stattfanden, vorbei ist, zeigt sich auch bei der Eröffnung in "neuem Licht". Auch Nachdenklichkeit und Dankbarkeit waren hierbei ein bestimmender Faktor.

Vor der Bühne am Marktplatz hatte sich doch eine größere Schar von Besuchern eingefunden, um zuzuhören, was ihnen Oberbürgermeister Harry Mergel und Pfarrer Michael Dieterle von St. Peter-und-Paul zu sagen hatten. Die Verpflichtung des Chors "TonART der Geselligkeit Böckingen von 1844" war ein guter Griff. Nach dem 18-Uhr-Geläut der Kilianskirche und einem gemeinsamen "Gloria in excelsis deo" erinnerte der OB nicht nur an alle, die Weihnachten nicht so fröhlich und unbeschwert feiern können, sondern er wurde auch deutlicher dazu, dass "dieses Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Heimat" in diesem Jahr nicht allein bestimmend sein kann: "Wir denken gerade jetzt auch an jene, denen es nicht so gut geht wie uns. An die Menschen, die unter dem Krieg in der Ukraine und den zahlreichen weiteren Konflikten leiden, an die Not, Flucht und Vertreibung, die viele erdulden müssen." Sehr dankbar sei er, dass sich so viele Heilbronner ehrenamtlich engagieren: In ihrer Nachbarschaft, in ihrer Kirche und ihrem Verein, sich Zeit nähmen und Geld gäben, um sich um andere zu kümmern.

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Pfarrer Dieterle hatte in seiner Botschaft zum Tag vorgenommen, das Wort "Advent" neu zu buchstabieren. Mit "A" und Advent Kontrapunkt zum Alltag, mit seinen Anforderungen an Effizienz und Effektivität, mit "D" für den Durst nach Gerechtigkeit in dieser Zeit, mit "V" für den ...

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