Schriesheim

Zwei Poller für die Heidelberger Straße?

Die ISB hat einen Vorschlag, den sie mit Anwohnern und Geschäftsleuten am Donnerstag diskutieren will. Das Ziel ist mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.

15.11.2022 UPDATE: 15.11.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 25 Sekunden
Bianca Sommerfeld, Liselore Breitenreicher und Hilmar Frey (v.l.) von der Initiative Schriesheimer Bürger haben schon einmal einen symbolischen Pfosten in die Heidelberger Straße vor den „Hirsch“ gestellt. Foto: Dorn

Von Micha Hörnle

Schriesheim. Es ist schon länger ein Thema: Sollte die Heidelberger Straße am Wochenende für Autos gesperrt sein? Dafür gibt es wohl einen parteiübergreifenden kommunalpolitischen Konsens: Zuerst sprachen sich im Bürgermeisterwahlkampf beim RNZ-Forum die beiden Kandidaten Christoph Oeldorf und Fadime Tuncer dafür aus; dann machte der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Bernd Hegmann, denselben Vorschlag; und schließlich fragte die Grüne Liste vor knapp vier Wochen die Wochenmarkt-Besucher, was sie davon halten: 66 der 71 Meinungsäußerungen (93 Prozent) waren dafür.

Dabei geht ein bisschen unter, dass sich die Initiative Schriesheimer Bürger (ISB), damals noch unter dem Namen Bürgergemeinschaft Schriesheim (BgS), schon länger um dieses Thema gekümmert hatte, zuletzt im September bei einem ihrer Treffen. Nun ist dazu am Donnerstag, dem 17. November um 19 Uhr in der Weinstube Hauser ein weiteres geplant – in der Hoffnung, dass möglichst viele Anwohner, Geschäftsleute und Gastronomen (und natürlich Bürger) zusammenkommen, um die Argumente dafür und dagegen auszutauschen: "Wir wollen nichts fordern oder vorgeben. Wir wollen nur, dass alle an einem Tisch zusammenkommen, um das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten", sagt Hilmar Frey von der ISB. Er meint zwar, dass es in der Stadt "eine gefühlte Mehrheit" für eine Wochenendsperrung der Heidelberger Straße gibt, aber auch ISB-Schriftführerin Bianca Sommerfeld gibt zu: "Mit den Anwohnern hatten wir bisher wenig Kontakt." Aber dass soll sich ja am Donnerstag ändern.

Ganz ohne eine Idee, wie man die zentrale Einkaufs- und Gastronomiemeile der Stadt verkehrsberuhigen und damit attraktiver machen könnte, gehen sie dann doch nicht in das Treffen: So schlägt die ISB vor, zwei Pfosten oder Poller in die Straße zu setzen: einen in die Heidelberger Straße zwischen "Hirsch" und Backhaus Höfer und einen in die Kirchstraße (Einmündung zur Heidelberger Straße) – und zwar ab Samstag, 14 Uhr (also wenn der Wochenmarkt vorbei ist), bis Sonntagabend, 20 oder gar 22 Uhr. In dieser Zeit sollen die Gastronomen Gelegenheit haben, in einem autofreien Ambiente mehr Tische und Stühle auf die Straße zu stellen.

Doch ganz autofrei wird es nicht zugehen: Denn erstens müssen die Anwohner zu ihren ...

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