Region Wiesloch

Arbeitslosigkeit liegt bei 3,8 Prozent

Die Agentur legte den Bericht für Juli 2022 vor: In der Region sind mehr als 3500 Stellen offen und mehr als 1400 Ausbildungsstellen unbesetzt.

02.08.2022 UPDATE: 02.08.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 16 Sekunden
Arbeitsmarkt
Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Region Wiesloch. (seb) Die Arbeitslosigkeit ist im Raum Wiesloch von Juni auf Juli um 93 auf 2080 Personen gestiegen. Das teilt die Agentur für Arbeit Heidelberg mit. Sie meldet damit 114 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr und eine Arbeitslosenquote für Juli von 3,8 Prozent.

Im Juni dieses Jahres belief sich die Arbeitslosigkeit der Agentur zufolge auf 3,6 Prozent, vor einem Jahr auf vier Prozent. Im Juli meldeten sich der Mitteilung zufolge 483 Personen neu oder erneut arbeitslos und gleichzeitig beendeten 387 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 10 Stellen auf 500 gestiegen, heißt es im Bericht weiter.

Mehr als 54 Prozent der Arbeitslosen sind Männer, knapp 8 Prozent sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, mehr als 41 Prozent sind 50 Jahre und älter. Über 30 Prozent sind Langzeitarbeitslose, mehr als 12 Prozent Menschen mit schweren Behinderungen und fast 37 Prozent haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Von den 483 Personen, die sich im Juli arbeitslos meldeten, hatten 165 zuvor eine Erwerbstätigkeit, 97 hatten eine Ausbildung durchlaufen oder an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik, etwa Fortbildungen, teilgenommen. Von den 387 Personen, die nicht mehr als arbeitslos gelten, haben 118 eine reguläre Beschäftigung aufgenommen, 105 starteten eine Ausbildung oder eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme. Weitere Details gehen aus der Statistik nicht hervor.

Auch im Gesamtbezirk der Heidelberger Arbeitsagentur ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli gestiegen, wie aus der Meldung hervorgeht: um 466 auf 15.803 Personen. Dementsprechend stieg die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahres-Juli ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte geringer. Die saisonunübliche Entwicklung des Bestands an Arbeitslosen führt die Agentur dem Bericht nach auf die verstärkte Betreuung geflüchteter ukrainischer Staatsangehöriger durch die Jobcenter zurück.

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Die Agentur setzt auf arbeitsmarktpolitische Instrumente, wie beispielsweise berufliche Eingliederung und Weiterbildung, um die Arbeitslosigkeit Einzelner zu beenden oder zu verhindern. In der Region sind dem Bericht nach zurzeit über 3500 Stellen offen, Fachkräfte werden weiterhin gesucht.

"Der Bestand an arbeitslosen Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent geringer. Ein Hinweis darauf, dass Betriebe ihre Auszubildenden häufiger übernehmen und gut ausgebildete Menschen weiterhin gefragt sind", so Klaus Pawlowski, Chef der Agentur für Arbeit Heidelberg. Im Agenturbezirk seien noch über 1400 Ausbildungsstellen unbesetzt.

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