Lobbach-Lobenfeld

"Teo"-Markttüren sind rund um die Uhr geöffnet (plus Video)

Der Kleinstsupermarkt ohne Verkaufspersonal hat in Lobenfeld eröffnet. Hier ermöglichen App und EC-Karte den Zutritt.

03.08.2022 UPDATE: 03.08.2022 20:30 Uhr 2 Minuten, 31 Sekunden
Mitten im Zentrum von Lobenfeld zwischen Loury-Platz und Bushaltestelle hat der „Teo“-Supermarkt geöffnet. Fotos: Alex

Von Sabrina Lehr

Lobbach-Lobenfeld. Ob es der begehbare Kühlschrank war, der angesichts der Außentemperatur von über 30 Grad ein komfortabler Aufenthaltsort war, oder die neue Attraktion in der Ortsmitte: Am Mittwochvormittag herrschte großer Bahnhof in der Langenzeller Straße. Rund 30 Menschen waren gekommen, um dabei zu sein, wie "Teo" offiziell seine automatischen Schiebetüren öffnete.

Hinter diesen verbirgt sich ein knapp 50 Quadratmeter kleiner Supermarkt der Kette "Tegut", der ab sofort täglich und rund um die Uhr geöffnet ist. Es ist in mehrfacher Hinsicht ein Novum: "Teo" funktioniert ohne Verkaufspersonal, ist der erste seiner Art in Baden-Württemberg. Und gleichzeitig gibt es mit dem Minimarkt nun wieder einen Nahversorger zentral im Ortsteil.

"Für Lobbach ist es wichtig, eine Nahversorgung zu bekommen", so Bürgermeister-Stellvertreter Ludwig Christ. Er erwähnte aber auch, dass neben Zuspruch im Ort auch kritische Stimmen zu hören seien. "Es wird am Angebot liegen, die Kritiker zu überzeugen", sagte er in Richtung der anwesenden "Teo"-Abordnung. Für diese erläuterte der Geschäftsleiter Vertrieb, Thomas Stäb, die Ziele des Kleinstsupermarktes: "Wir versuchen, die Nahversorgung im ländlichen, aber auch im urbanen Raum zu ermöglichen."

Rund 950 Produkte umfasse das Sortiment. Anspruch im Lobenfelder Markt, wie auch den 14 Pendants in Deutschland sei, "aus allen Warengruppen das wichtigste" anzubieten. Andre Geinitz, der mit seiner Mauermer Firma "Immocycle" an der Realisierung von "Teo" in Lobbach beteiligt war, sah in dem jederzeit verfügbaren Angebot den "Lückenschluss" zwischen Online- und klassischem Verbrauchermarkt.

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Doch funktioniert das auch in der Praxis? Erste Tests von Bürgern – und der RNZ – zeigen: Der Eintritt klappt erstaunlich niederschwellig. Die Glastüren gehen entweder nach Scan eines QR-Codes in einer Smartphone-App oder der EC-Karte auf. Letzteres funktioniert übrigens nicht, wenn die Karte nicht für kontaktloses Zahlen freigeschaltet ist. Aber auch dann muss niemand draußen bleiben: Der gut sichtbare Zugangsmechanismus funktioniert auch beim Einstecken der Karte in einen vorgesehenen Schlitz.

Im Innenraum ist der Anblick dann gar nicht so ungewohnt: Verteilt in zwei Räumen stehen Teigwaren, Getreideprodukte, Süßigkeiten, frisches Obst- und Gemüse und auch Fleisch- und Milchprodukte – wie in einem normalen Supermarkt eben. Auch Exoten wie Sushi warten dort auf Käufer, ...

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