Edingen-Neckarhausen

Das Ruftaxi fährt für weitere fünf Jahre

Nach zwei Pandemiejahren steigt die Nachfrage, wenn auch sehr verhalten.

27.07.2022 UPDATE: 27.07.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 7 Sekunden
Archivfoto: Pfeifer

Edingen-Neckarhausen. (nip) Das Ruftaxi bleibt in Edingen-Neckarhausen weiter in Betrieb. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine Verlängerung des Angebots um weitere fünf Jahre und folgte damit dem Verwaltungsvorschlag, der soziale Aspekte hervorhob, allerdings auch aufgriff, dass in vier Jahren die neue Neckarbrücke gebaut sein soll und damit auch eine neue Planung des Busliniennetzes einhergeht.

In ihrem Bericht über die Nutzung des Ruftaxis schildert Amtsleiterin Nicole Brecht, dass sich die Anzahl der Ruftaxi-Fahrten 2020 (monatlich 27 Fahrten) und 2021 (monatlich 47 Fahrten) wegen der Corona-Pandemie deutlich verringert hat. Seit Januar 2022 sei nun wieder ein erhöhter Bedarf festzustellen, wobei im Verhältnis seit Einführung des Ruftaxis im Dezember 2016 und danach durchschnittlich 70 Fahrten pro Monat, nun eine sinkende Nutzung zu erkennen sei. Die Auswertung der Statistik zeige auch, dass sich der Anteil der Vielfahrer an den Gesamtfahrgästen erhöht habe.

15.000 Euro im Haushalt

Der jährlich veranschlagte Haushaltsansatz in Höhe von 15.000 Euro war bis dato jederzeit ausreichend – die Ausgaben lagen 2021 bei rund 9700 Euro, bezuschusst in Höhe von rund 2500 Euro. Nun läuft die bisherige Genehmigungsurkunde im Dezember dieses Jahres aus und muss spätestens vier Monate zuvor neu beantragt werden.

Markus Schläfer (CDU) erkundigte sich bei Brecht nach dem Verwaltungsaufwand. Die monatliche Abrechnung der Fahrten dauere etwa eine Stunde und sei unter sozialen Aspekten sowie wegen der mangelnden Busverbindung nach Neckarhausen gerechtfertigt, entgegnete sie. Walter Heilmann (OGL) meinte, es wäre wünschenswert, dass die Kommune den Bedarf mit "regulärem Verkehr" abdecken könnte. Solange dies nicht gehe, sei das Ruftaxi als "Notnagel" aufrechtzuerhalten. Dietrich Herold (UBL-FDP/FWV) hatte zuvor daran erinnert, dass es schon einmal ein Ruftaxi gab, das dann "dahingeschieden" sei. Seinen Nachfolger aus vermeintlichen Spargründen wieder sein zu lassen, sei das falsche Signal. Sinnvoll sei es aber, es verstärkt zu bewerben, um die Intensität der Nutzung zu erhöhen.

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