Wahltag Hirschberg

Wahlhelfer sind bis 18 Uhr da

Um 10 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Großsachsen durchschnittlich bei knapp unter zehn Prozent.

09.06.2024 UPDATE: 09.06.2024 16:25 Uhr 1 Minute, 46 Sekunden
Im Wahlbezirk „Mitteldorf Nord“ in der Martin-Stöhr-Schule bildete sich schon auch mal eine kleine Schlange aus Wählerinnen und Wählern. Foto: Dorn

Von Stefan Zeeh

Hirschberg. Sonnenschein und angenehme Temperaturen um die 20 Grad – bestes Wetter, um an diesem Sonntag wählen zu gehen. Daher war es nicht überraschend, dass vor den zwei Wahllokalen in Hirschberg, den beiden Grundschulen, ein reges Kommen und Gehen herrschte. Aber ohnehin gibt es in der Kommune stets viele, die von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Das machte sich um 10 Uhr bereits bei der Wahlbeteiligung bemerkbar, lag diese doch in Großsachsen durchschnittlich bei knapp unter zehn Prozent mit einem Spitzenwert von 12,6 Prozent für den "Wahlbezirk Nordost". Und das ohne die Briefwähler, die in diesem Bezirk etwa ein Drittel der Wahlberechtigten ausmachten, wie Wahlhelfer Volker Barczyk wusste.

Etwas geringer war zu diesem Zeitpunkt die Beteiligung in Leutershausen, wo rund neun Prozent der Wahlberechtigten bereits ihre Stimme abgegeben hatten. Dabei standen die ersten Wähler sowohl in Großsachsen als auch in Leutershausen bereits vor der Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr vor den Eingangstüren.

In den zu Wahlräumen umfunktionierten Schulräumen kam die rege Wahlbeteiligung zur frühen Stunde aber ganz unterschiedlich an. Während im Raum für den Wahlbezirk "Mitteldorf Nord" aufgrund des gerade ausbleibenden Wählerzustroms Wahlhelfer Walter Pfefferle Zeit fand, Zeitung zu lesen, hatte sich gleich nebenan beim Wahlbezirk "Mitteldorf Süd" eine kleine Schlange an Bürgerinnen und Bürgern gebildet, die ihre Stimme abgeben wollten.

Allzu lange konnte Pfefferle jedoch nicht die Zeitung durchblättern, denn rund fünf Minuten später hatte sich die Situation gedreht, und die Wahlhelfer im Wahlbezirk "Mitteldorf Süd" konnten einmal durchschnaufen, während sich nun vor dem Wahlbezirk "Mitteldorf Nord" eine kleine Schlange an Bürgerinnen und Bürgern gebildet hatte. Etwas ruhiger ging es im Wahlbezirk "Oberdorf Süd" zu, wo die Wahlbeteiligung um 10 Uhr gerade einmal bei sechs Prozent lag. "Nach dem Frühstück hat es aber Fahrt aufgenommen", berichtete Gemeindemitarbeiterin und Wahlhelferin Nadine Rettig über die zunehmend ankommenden Menschen.

Die Arbeit der Wahlhelfer bestand aber nicht nur darin, die Zettel auszugeben und darauf zu achten, dass diese in die richtige Urne kommen. Für etwas Verwirrung bei manchem Wähler sorgte auch der Umstand, dass die Zettel für die Kreis- und Gemeinderatswahl in einen gemeinsamen Umschlag gesteckt wurden, derjenige für die Europawahl dagegen ohne Umschlag in die Urne eingeworfen wurde. "Da helfen wir natürlich", betonte Rettig. Und wie halten es die Wahlhelfer selbst mit ihrer Stimmabgabe? "Ich mache Briefwahl", erklärte Wolfgang Pfisterer und nannte sogleich den Grund dafür: "Dann muss ich meine eigene Stimme nicht zählen." Andere Wahlhelfer würden aber durchaus die Gelegenheit nutzen und gleich bei der Öffnung der Wahlräume ihre Stimme abgeben.

Anderen dagegen falle es erst kurz vor der Schließung der Wahlräume ein, dass sie doch wählen wollten. Aber das sei kein Problem. "Wir müssen jeden noch wählen lassen, der um 18 Uhr vor der Tür steht", erläuterte Pfisterer.

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