Gaiberg

Erfolgreiche Spendenaktion für Peterskirche geht weiter

Das Gerüst steht, Gipser und Maler können kommen: Die anvisierten 10.000 Crowdfunding-Euro fürs Projekt "Turmanstrich" sind beisammen.

10.07.2024 UPDATE: 10.07.2024 04:00 Uhr 1 Minute, 36 Sekunden
An der evangelischen Peterskirche ist am Montag das Baugerüst aufgestellt worden, um den Turm streichen zu können. Foto: KBV

Gaiberg. (ugh) Gaibergs evangelische Peterskirche muss renoviert werden. Deutlich überschritten wurde jetzt bereits vor Ablauf der Spendenfrist das ursprüngliche Ziel der Sammelaktion dafür: 5000 Euro sollten für die Sanierung des Turms zusammen kommen, damit die Volksbank Neckartal diesen Betrag im Rahmen ihres Crowdfunding-Modells dann verdoppelt. Es ist noch fast drei Wochen hin bis zum Abschlusstermin, aber die anvisierten 10.000 Crowdfunding-Euro fürs Projekt "Turmanstrich" sind beisammen, wie der Vorsitzende des Kirchenbauvereins, Martin Boeckh, erfreut mitteilt. Dennoch läuft die Spendensammelaktion noch bis zum ursprünglichen Abschlusstermin Sonntag, 28. Juli, weiter. Sämtliche weiter eingehenden Spenden werden für die zusätzlich erforderlichen Renovierungsarbeiten der Kirche verwendet, die dem Ausbessern der Fassade und dem Außenanstrich des Gebäudes noch folgen werden.

Wie bei ihren Crowdfunding-Projekten üblich, hatte die Bank den als Ziel anvisierten Sammelbetrag verdoppelt, um das Engagement der Spender als vorbildlich für ähnliche Gemeinschaftsvorhaben in der Region zu würdigen. Weil aber neben dem Bankspendenkonto auch noch weitere Zahlungen beim Kirchenbauverein eingegangen waren, ergab sich zu Anfang Juli sogar schon ein Sammelerlös von 12.000 Euro.

"Wichtigstes Kulturdenkmal"

Noch bis 28. Juli ist das Spendenkonto weiter bereit und kann dorthin überwiesen werden. Die detaillierten Infos finden Spendenwillige auf der Projektseite des Kirchturmrenovierungsprojektes via www.kirchenbauverein-gaiberg.de

Boeckh wertet die erfreuliche Spendenbereitschaft als Zeichen dafür, "dass der Zusammenhalt und die Unterstützung im Ort für unser schönstes und wichtigstes Kulturdenkmal, die evangelische Peterskirche, sehr groß ist." Die Spendenleistung wie auch das Interesse am Begleitvideo zur Kirchturmsanierung machten dem Kirchenbauverein Mut und spornten seine Mitglieder weiter an, so Boeckh. Zusammen mit dem in Gaiberg wohnenden stellvertretenden Landesarchäologen von Rheinland-Pfalz, Ulrich Himmelmann, hatte der Kirchenbauverein ein Video erstellt, das auf großes Interesse gestoßen sei, so Boeckh.

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Nachdem die Finanzierung steht, sind in dieser Woche auch die Teile für das Baugerüst gebracht und ist das Gerüst auch schon aufgerichtet worden. Boeckh freut sich, dass die Reinigungs-, Ausbesserungs- und Malerarbeiten am Turm nun beginnen können. Den Fortschritt der Arbeiten will der Kirchenbauverein auf seiner Internetseite mit Fotos abbilden.

Wie berichtet, handelt es sich beim Turm der Peterskirche um Gaibergs ältestes noch existierendes Bauwerk: Der 22 Meter hohe und etwa sechs Meter breite wie tiefe Turm stammt aus der Zeit um das Jahr 1200. Seine Mauern messen zwischen 1,04 und 1,13 Meter Dicke. Das Bauwerk gilt als einzigartiges Zeugnis hochmittelalterlicher sakraler Baukunst. Aber auch in der Gegenwart hat die Kirche neben der Funktion als Gotteshaus auch noch die Bedeutung als Veranstaltungsort, etwa der vom Kirchenbauverein initiierten Reihe "Kultur und Kirche". Dadurch wurden auch Menschen außerhalb der engeren Kirchengemeinde auf das Bauwerk und den Bedarf aufmerksam, dass Mittel für dessen Erhalt erforderlich sind.

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