Gundelsheim

Welche Straße muss am dringendsten saniert werden?

Nach jahrelanger Forderung will der Technische Ausschuss in Gundelsheim endlich eine Prioritätenliste festlegen.

25.11.2022 UPDATE: 25.11.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 18 Sekunden
Symbolfoto: dpa

Gundelsheim. (cao) Hoch und runter geht es ob der Topografie in Gundelsheim und seinen Stadtteilen schon seit jeher. Doch auch der Zustand der Straßen trägt immer mehr zum Auf und Ab im Auto bei. Sei es die Deutschmeister- und Kolpingstraße, der Krautweg oder der Kelterrain: Vielerorts besteht Sanierungsbedarf auf dem Asphalt der Deutschordensstadt.

Zuletzt zeigte sich Gemeinderat Michael Förch (CDU) im September während der Vorstellung des Haushaltszwischenberichts verwundert, warum denn die im aktuellen Zahlenwerk eingeplanten 80.000 für Straßensanierung nicht auch investiert wurden (wir berichteten). Bauamtsleiterin Christin Kurg konnte damals keine konkret anstehende Maßnahme nennen, was einige Räte erneut veranlasste, ihrer Forderung nach einer entsprechenden Prioritätenliste zu erneuern.

"Der Zustand unserer Straßen ist stellenweise absolut katastrophal", meint Armin Englert (SPD). Seine Fraktion kämpfe schon seit Jahren für eine Prioritätenliste, "um ein geplantes, strukturiertes Vorgehen" zu ermöglichen. "Wir warten schon lange auf diese Liste", bestätigt auch Ulrich Heinz (LuB). Oft habe man das im Haushalt für Straßenbauarbeiten eingestallte Geld überhaupt nicht verwendet.

Auf RNZ-Anfrage erklärt Krug, die 80.000 Euro nun im Zuge des Glasfaserausbaus situationsbedingt synergetisch einsetzen zu wollen. Wo genau, steht allerdings immer noch nicht fest.

Nun soll sie aber doch endlich kommen: Am kommenden Mittwoch, 30. November, 18 Uhr, wird sich der Technische und Umweltausschuss im Gundelsheimer Rathaus umfassend mit dem Zustand und Sanierungsbedarf der Straßen befassen. Insgesamt 22 Straßen sollen bewertet und geordnet werden: fünf in der Kernstadt, drei in Böttingen, fünf in Höchstberg, eine in Bernbrunn sowie je vier in Tiefenbach und Obergreisheim.

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Ob für die zahlreich zu sanierenden Straßen auch ausreichend Mittel eingeplant werden, darüber machen sich die Ratsmitglieder übrigens schon am Montag, 28. November, im Verwaltungsausschuss Gedanken, wenn ab 18 Uhr im Rathaus der Haushalt 2023 vorberaten wird. Bleibt zu hoffen, dass das eingestellte Geld dann tatsächlich in den Straßenbau fließt. Oft sei das nicht geschehen, sagt Heinz. Mindestens 100.000 Euro pro Jahr fordert Englert für Straßensanierungen, "die dann auch tatsächlich verbaut werden. Durchs ,Nichtausgeben’ spart man nichts, im Gegenteil: Der Sanierungsstau würde nur jedes Jahr noch größer."

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