Wenig Bewegung am Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote liegt über der im Agenturbezirk, aber unter dem Landesdurchschnitt.

Odenwald/Tauber. (afa) Im November ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim leicht auf 11.417 gestiegen. Das sind sieben Arbeitslose (0,1 Prozent) mehr als im Oktober und 475 (4,3 Prozent) mehr als im November 2022. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat bei 3,3 Prozent. In Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote bei 3,9 Prozent (Oktober: 3,9 Prozent).
796 neue Arbeitsstellen wurden im vergangenen Monat gemeldet. Das sind 107 (15,5 Prozent) mehr als im Oktober jedoch 458 (36,5 Prozent) weniger als im November 2022. Insgesamt waren 7339 Stellen gemeldet, 188 (2,5 Prozent) weniger als im Oktober und 1061 (12,6 Prozent) weniger als im November 2022.
Der Arbeitsmarkt bleibt im Großen und Ganzen stabil. Die Zahl derer, die sich arbeitslos melden bzw. die Arbeitslosigkeit beenden, hält sich die Waage. "Für Arbeitssuchende ohne Ausbildung wird es zunehmend schwieriger, in Arbeit zu kommen. Denn Unternehmen suchen in erster Linie Fachkräfte", führt Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim, an.
Weniger den Einflüssen der Konjunktur unterworfen ist der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung. Viele Firmen haben ihr Potenzial bereits erkannt und schätzen sie als Gewinn für ihr Unternehmen. Zumal das Ausbildungsniveau bei den schwerbehinderten Arbeitslosen über dem derer ohne Schwerbehinderung liegt. "Unternehmen sollten dies als Chance sehen und von den vielfältigen Fähigkeiten dieser Mitarbeiter profitieren", sagt die Agenturleiterin und wirbt um Inklusion am Arbeitsplatz als Selbstverständlichkeit.
Im Agenturbezirk waren im November 10,5 Prozent aller Arbeitslosen schwerbehindert. Das sind 1198 Menschen (1,4 Prozent) mehr als im Vormonat und 3,3 Prozent weniger als im November 2022. "Wir möchten auch weiter dazu ermutigen, Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben. Und egal, ob ein Unternehmen einen Praktikumsplatz, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz besetzen oder einen Mitarbeiter mit Behinderung weiterbeschäftigen möchte: Wir bieten Beratung an und zeigen finanzielle und auch technische Unterstützungsmöglichkeiten auf", so Giesen.
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Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent (Oktober: 3,5). 2919 Menschen waren im vergangenen Monat im Landkreis arbeitslos gemeldet, das sind 41 (1,4 Prozent) mehr als im Oktober und 96 (3,4 Prozent) mehr als im November 2022. 731 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 694 beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber im NOK haben 128 Stellenangebote gemeldet, 14 (12,3 Prozent) mehr als im Oktober und 36,6 Prozent weniger als im November 2022. Der Bestand an Stellenangeboten lag insgesamt bei 1325; 4,1 Prozent weniger als im November des Vorjahres.
Im benachbarten Main-Tauber-Kreis liegt die Arbeitslosenquote wie die letzten zwei Monate auch bei 3,1 Prozent. Im November waren 2382 Menschen arbeitslos gemeldet.
Im gesamten Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren vergangenen Monat im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 6030 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 5387. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 52,8 Prozent.
Von den 2919 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1590 vom Jobcenter betreut (1536 im November 2022). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Kreis betreuten 1329 Arbeitslose (1287 im November 2022).
Von den 2382 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1086 vom Jobcenter betreut (1093 im November 2022). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Nachbarkreis betreuten 1296 Arbeitslose (1197 im November 2022).