Rhein-Neckar

Grippesaison hat bereits begonnen - Das müssen Sie wissen

Bisher gab es 136 Fälle, davon alleine 43 in der Vorwoche. Der beste Schutz gegen die Grippe ist die jährliche Schutzimpfung.

24.11.2022 UPDATE: 24.11.2022 10:36 Uhr 1 Minute, 58 Sekunden
Grippe-Erreger
Symbolfoto: Patrick Pleul/Zentralbild/dpa

Rhein-Neckar. (RNZ/mare) Die Grippesaison hat begonnen und auch den Rhein-Neckar-Kreis erreicht. Wie das Landratsamt mitteilt, gab es bisher 136 bestätigte Fälle und davon alleine 43 in der Woche vom 14. bis 20. November.

Dabei ist die Grippewelle in diesem Jahr früh dran: "Den Anstieg der Infektionswelle stellen wir normalerweise erst später im Jahr fest, in der Regel um den Jahreswechsel herum", so Dr. Rainer Schwertz, Leiter des Gesundheitsamts des Rhein-Neckar-Kreises. Ähnlich hohe Zahlen wie aktuell hatte es in den vergangenen Jahren frühestens Ende Januar gegeben.

Eine mögliche Erklärung für diesen bundesweiten Trend ergibt sich beim Vergleich der niedrigen Zahlen der vergangenen zwei Jahre. Tatsächlich waren in den zurückliegenden Jahren die Influenza-Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau. Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Maskentragen zum Schutz vor Corona konnten auch eine Ansteckung mit dem Influenzavirus vermeiden – das Immunsystem konnte und musste sich nicht mit diesem Virus auseinandersetzen. Dies führt nun zu einer erhöhten Ansteckungsrate und teilweise auch schwereren Krankheitsverläufen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen wird im Kreis und Heidelberg aktuell eine hohe Infektionsrate beobachtet, oft kommt es hier im schulischen Bereich zu Ansteckungen.

> Die Symptome: Anders als die einfache Erkältung, auch Grippaler Infekt genannt, macht sich eine "echte" Grippe (Influenza) nicht nur mit Schupfen und Husten bemerkbar, sondern geht auch mit einem deutlichen Krankheitsgefühl einher. Außerdem typisch für eine Grippe ist das plötzlich auftretende hohe Fieber, gefolgt von trockenem Reizhusten, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen. Bei Kindern können häufig auch Übelkeit und Erbrechen, Heiserkeit und Husten bis zum Pseudokrupp als Symptome auftreten. Auch nach der Genesung kann dieser Husten vor allem bei Kindern lange anhalten.

> Die Übertragung: Das Influenzavirus ist sehr ansteckend und kann während eines Gesprächs, beim Husten oder Niesen durch Tröpfchen übertragen werden. Auch eine Übertragung durch Hautkontakt wie beispielsweise Händeschütteln ist möglich. Eine durchgestandene Grippeerkrankung hinterlässt keine lebenslange Immunität. Aufgrund der Veränderbarkeit des Influenzavirus ist es möglich, dass es schon in der nächsten Saison zur erneuten Ansteckung kommt.

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> Gefahren: Wie auch bei anderen Viruserkrankungen kann eine Influenza-Infektion das Immunsystem über den Erkrankungszeitraum hinaus schwächen und die erkrankte Person damit anfälliger für andere Erkrankungen machen. ...

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