Perkeo-Gesellschaft Heidelberg

Die Fastnachts-Komödie steht

"Do is’ der Wurm drin!" : Thomas Barth schrieb über Wirrungen im Schreinermeister-Haushalt.

23.01.2023 UPDATE: 23.01.2023 06:00 Uhr 1 Minute, 46 Sekunden
„Do is‘ der Wurm drin!“ heißt das aktuelle Stück des Perkeo-Volkstheaters, für das zurzeit die Proben laufen. Foto: Philipp Rothe

Von Thomas Seiler

Die Perkeo-Gesellschaft gilt als die älteste Brauchtumsvereinigung der Stadt. Wenn sich einer im städtischen Leben auskennt und jedem "aufs Maul" schaut, dann natürlich Thomas Barth, der Präsident der Gesellschaft. Als Perkeo, Symbolfigur der Heidelberger Fastnacht, genauso wie als ehemaliger CDU-Stadtrat. Darüber hinaus versteht er es als Mann der spitzen Feder, Erlebtes zu karikieren und jede Menge Humor darüber zu gießen. Heraus kommen schließlich seit 1983 entsprechende Komödien, die das Perkeo-Theaterensemble engagiert in die Tat umsetzt.

Der jüngste sehenswerte Coup: "Do is’ der Wurm drin!", eine Komödie in zwei Akten. Für den pointenreichen Wortwechsel, verbunden mit jeder Menge Lokalkolorit, schürfte der umtriebige 58-Jährige ganz tief in der Historie der Stadt. Der Inhalt: Karl Holzapfel, Schreinermeister wie Thomas Barth und als Hauptfigur natürlich von Barth umfassend verkörpert, steht mit seinem Geschäft vor der Pleite, weil seine Frau Elvira (Claudia Weber) das gesamte Vermögen der Firma mit Spekulationen aufs Spiel gesetzt hat und sich auch noch scheiden lassen will. Zudem wirbt Geselle "Schorsch" (Ralf Blaschke) vergebens um Tochter Beate (Birgit Nitsche). Die Ereignisse im Hause des Schreinermeisters nehmen Fahrt auf.

Um was geht es nun ganz genau? "Lisa" (Brigitte Horn), die Schwester des Schreinermeisters – der in den Verdacht gerät, seine Frau mit Bäckermeisterin "Rosa" (Barbara Dyroff-Siegmund) zu betrügen, sich aber nach einer Liebesnacht mit dem Düsseldorfer "Ernst" (Wilfried Staber) als schwul outet – steht vor einem Schuldenberg und muss sich nicht nur deshalb energisch gegen den Gerichtsvollzieher "Klaus" (Gerd Härle) wehren.

Holzapfel dagegen meint, sich sämtlicher finanzieller Sorgen entledigen zu können, weil ihm in einem Brief seines Urgroßvaters, der auf eine Truhe im Keller verweist, eine erkleckliche Summe in Aussicht gestellt wird. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Feuerwehr mit Reiner Steiger an der Spitze muss einen Wasserschaden im Keller beseitigen, Holzapfel rettet den Inhalt der Truhe, der sich als Toilettenpapier aus Wehrmachtszeiten herauskristallisiert, Rosa hat bereits die schwangere Beate geheiratet, "Schorsch" und der "Geselle Jupp aus Köln" (Peter Bresinski) sind die Gelackmeierten, sodass am Ende nur Klopapier bleibt.

"Fast wie im wahren Leben", schmunzelt der Kammersänger des Stadttheaters, Wilfried Staber, hier, und auch der Geschäftsführer der GGH Heidelberg, Peter Bresinski, zeigt sich von seiner Gastrolle als Kölner begeistert – zumal er für weitere Verstrickungen im ...

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