Unterwegs in der Natur

Acht Tipps gegen Zecken

So gern man Begegnungen mit Zecken vermeiden möchte - nicht immer klappt es. Wie Sie sich beim Ausflug ins Grüne schützen und was zu tun ist, wenn die Zecke zugeschlagen hat.

22.06.2022 UPDATE: 22.06.2022 09:42 Uhr 3 Minuten, 58 Sekunden
In Lauerstellung, um sich auf die Beute zu stürzen? Nicht ganz. Meistens streift man die Zecken im Vorbeigehen von den Blättern ab. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Von Lorena Simmel

Im Sommer durch die Natur wandern, ganz ohne den Gedanken an Zecken - das wäre schön. Doch leider lässt sich in den wärmeren Monaten die Begegnung mit den Tieren an vielen Orten nicht vermeiden.

Zecken übertragen Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Wie schützt man sich am besten vor den Tieren - und was ist nach einem Biss zu tun? Zwei Expertinnen geben Tipps.

Tipp 1: Wissen, wo man Zecken begegnet

"Unsere heimischen Zecken halten sich gerne im hohen Gras, Gebüsch, losen Laub und in nicht zu trockenen Wäldern auf", sagt die Hausärztin und Notfallmedizinerin Michaela Geiger aus Neckarsulm.

Meist streift man sie im Vorbeigehen ab. "Insofern lauten die Schutzregeln: Festes Schuhwerk tragen, lange Hosen in die Socken stecken und sich nach dem Aufenthalt in der Natur am ganzen Körper gründlich absuchen."

Kinder sollten außerdem einen Hut tragen. Denn: Zecken können etwa im Gebüsch auf eine gewisse Höhe hinaufklettern.

Ratsam ist auch, sich darüber zu informieren, ob man in einem FSME-Risikogebiet unterwegs ist. Laut dem Robert Koch-Institut zählen dazu derzeit 175 Landkreise, die meisten davon in Bayern und Baden-Württemberg.

Tipp 2: Sich nicht auf Insektensprays verlassen, sondern Maßnahmen kombinieren

Mücken- oder Zeckensprays seien nur bedingt nützlich, sagt die Tropenmedizinerin Kristina Huber vom LMU Klinikum München. "Sie helfen gut gegen Mücken - dass sie aber genauso gut gegen Zecken helfen, ist nicht nachgewiesen."

Für den bestmöglichen Schutz sorgt eine Kombination verschiedener Maßnahmen: eine Impfung gegen FSME, lange Kleidung, ein Zeckenspray mit dem Wirkstoff Permethrin - gesprüht auf Haut und Stoff.

Ebenso wichtig wie die Vorbereitung ist die Nachbereitung - also das gründliche Absuchen des Körpers. Wichtig: "Da man Rücken und Kniekehlen nicht so gut einsehen kann, hilft es, sich beim Absuchen gegenseitig zu unterstützen", sagt die ...

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