Gut zu tun haben während der Erntehochsaison aber nicht nur die Landwirte, sondern auch die Mitarbeiter der Getreideannahmestellen. "Zwei Drittel der Ernte sind schon durch", berichtet ein Verantwortlicher der BAG Franken, die unter anderem in Billigheim Hafer, Gerste, Weizen und Co. annehmen. "Da war schon richtig was los in den letzten Tagen", bestätigt auch Volker Erne vom Agrarzentrum Barth in Aglasterhausen. Vom Feld aus fahren die Bauern direkt an der Annahmestelle vor. Dort werde das Getreide zum Teil eingelagert, zum Teil zeitnah wieder weitertransportiert zu verarbeitenden Betrieben. "Weizen geht direkt an die Mühlen weiter, Braugerste an die Brauereien", so Erne, bei dem Bauern aus dem Kleinen Odenwald, dem Kraichgau, aber auch aus dem Raum Mosbach anliefern. Der Anteil an Raps sei diesmal (ob der Frostschäden) vergleichsweise gering, der an Sommergetreide dementsprechend höher.

Hoch dürfte derweil auch der Ertrag der Ernte ausfallen, der im Herbst noch ansteht. "Mais und Zückerrüben stehen super da", sagt Andreas Sigmund. Wie gut, lässt sich (auch für den Laien) daran erkennen, dass zahlreiche Pflanzen mit zwei oder gar drei Kolben Mais gewachsen sind. In der Regel liegt der Schnitt laut Sigmund hier bei 1,5. Bei Mais und Rüben ist also alles andere als Hopfen und Mais verloren: Nach einem starken Jahr 2011 wird man sich nach Einschätzung des Bauernverbands Ende 2012 über eine Rekordernte freuen dürfen.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette!
blog comments powered by Disqus