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Archäologische Ausflugstipps

Geschichte vor der Haustür erleben

Was kann man machen, wenn man schon alle bekannten Ausflugsziele abgeklappert hat? Die RNZ hat zehn Ausflugstipps zusammengestellt, von denen noch nicht jeder gehört hat.

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01.08.2020, 06:00 Uhr

Überall in der Region finden sich historische Stätten, von denen viele noch nie gehört haben. Foto: Karin Katzenberger-Ruf

Von Noemi Girgla

Die Sommerferien stehen vor der Tür und nicht jeden zieht es in die Ferne. Warum auch, wenn man doch vor der eigenen Haustür so vieles entdecken kann? Nicht nur die "berühmten" Burgen und Schlösser locken. Auch kleine, eher unbekannte historische Ausflugsziele bieten Zu-Hause-Bleibenden lohnende Ausflugsziele. Zehn davon hat die RNZ für ihre Leser zusammengestellt.

Römischer Gutshof (villa rustica) bei Wiesenbach

Der römische Gutshof liegt etwa 2,3 Kilometer außerhalb des Ortskerns von Wiesenbach mitten im Wald. Eine Parkmöglichkeit findet sich an der Straße, die von Neckargemünd nach Wiesenbach führt. Von hier aus geht es etwas mehr als 1,5 Kilometer zu Fuß weiter - immer den Schildern hinterher. 

Nach einem idyllischen Waldspaziergang führt der Weg auf eine kleine Grillhütte zu, die zu einem Picknick einlädt. Hier heißt es, die Augen offen zu halten. Denn unmittelbar nach der Hütte führt ein kleiner Pfad links durch den Wald zum Gutshof. Dieser wurde um 130 n. Chr. erbaut und bestand vermutlich bis zu den Allemanneneinfällen 259/60 n. Chr.

Eine kleine Bank bietet einen willkommenen Rastplatz nach dem Marsch. Von dieser aus überblickt der Betrachter die Anlage. Zu sehen sind noch die Mauern, die den Komplex umschlossen haben, und die sich noch weiter in den Wald hineinziehen sowie einige Räume. Gedeutet werden diese als Wirtschaftsräume und auch Teile einer antiken Fußbodenheizung sind mit etwas Fantasie noch zu erkennen.

Vor Ort sind einige Schilder angebracht, die mehr über die Anlage und die Ausgrabung in den 1970-er-Jahren erzählen.

Dachsenfranz-Höhle zwischen Dielheim und Horrenberg

Bekannt ist "Dachsenfranz" heutzutage vor allem durch die gleichnamige Brauerei in Zuzenhausen. Tatsächlich hieß der Mensch, der sich hinter diesem Namen verbirgt, Francesco Regali und stammte aus Italien.

Schon früh zeichnete sich ab, dass er sich nur schwer in die bürgerliche Gesellschaft einordnen konnte. Während seines Militärdienstes, etwa um 1866, kam es immer wieder zu Konflikten mit seinem Vorgesetzen. Im Zuge einer solchen Auseinandersetzung stach Regali den Mann im Affekt nieder und floh über Österreich nach Süddeutschland.

Im Odenwald fand er eine neue Heimat und lebte meistens als Eremit in natürlichen Erdlöchern in den Wäldern des vorderen Odenwaldes und des Kraichgaus. Seinen Lebensunterhalt bestritt Regali, indem er "Raubwild" (Füchse, Marder, Mäuse, Fischotter, Ratten, Dachse usw.) jagte, das Fleisch aß und die Felle verkaufte.

Den Namen "Dachsenfranz" bekam er, da er dem Fett gefangener Dachse - und vermutlich noch weiterer Tiere - Kräuter beimischte und so eine Salbe herstellte, die unter den Bauern sehr begehrt war. Als sich 1914 der Beginn des Ersten Weltkriegs abzeichnete, verschwand der Dachsenfranz von einem Tag auf den anderen – wohin weiß niemand so genau. Es hält sich das Gerücht, er habe sich in die neutrale Schweiz abgesetzt.

Die Höhle in der Regali gehaust haben soll, wurde 2006 zwischen Horrenberg und Dielheim rekonstruiert. Das eigentliche Highlight, wenn man das Auto am "Wanderparkplatz am Waldspielplatz Horrenberg" abstellt, sind die verschiedenen Wanderwege. Jedoch lohnt sich nach etwa 600 Metern waldeinwärts der Abstecher zur Höhle.

Und mit etwas Vorstellungskraft kann man Regali noch zwischen den Bäumen erahnen.

Gutleutanlage in Mosbach

Mosbach ist immer einen Ausflug wert, allein schon wegen seiner herrlichen Fachwerkhäuser in der Altstadt. Außerhalb dieser liegt jedoch ein wenig beachteter Baukomplex mit einer bewegten Geschichte – die Gutleutanlage.

Dass man sich von Kranken fernhalten sollte, um nicht selbst infiziert zu werden, wussten die Menschen bereits im Mittelalter. Also wurden diese isoliert. Als Volksseuche Nummer eins galt damals die Lepra. Hatte sich jemand mit der "Geißel Gottes" infiziert, wurde er aus der bürgerlichen Gesellschaft ausgeschlossen und musste sein Leben außerhalb der Stadt in einem sogenannten Leprosenhaus fristen. Ein solches war das Gutleuthaus.

Die Gutleutanlage besteht aus dem Gutleuthaus, dem Elendshaus sowie der Gutleutkapelle. Sie liegt im Osten der Großen Kreisstadt und zählt zu den besterhaltenen Beispielen ihrer Art in Baden-Württemberg. 

Die Kapelle wurde im 15. Jahrhundert erbaut und ist besonders für ihre Wandmalereien an den Wänden des Kirchenschiffes und an der Decke des Chores bekannt. Diese erzählen die Leidensgeschichte Christi. Eine weitere Besonderheit der Kapelle sind Rötelgraffitis, die bei der letzten Renovierung der Kapelle freigelegt wurden. Diese haben vermutlich Handwerker oder Pilger, die auf dem Jakobsweg unterwegs waren, an den Kirchenwänden hinterlassen.

Die Gutleutkapelle ist in der Regel verschlossen. Man kann jedoch jederzeit einen Schlüssel bei der Tourist Information oder dem gegenüberliegenden Steinwerk Fehr zu deren Öffnungszeiten erhalten.

Burg Guttenberg in Haßmersheim

Die Burg Guttenberg in Haßmersheim ist nicht nur für Mittelalter-Interessierte, sondern auch für Vogel-Freunde ein echtes Erlebnis. Denn die spätmittelalterliche Höhenburg beherbergt nicht nur echte Ritterrüstungen, Waffen und eine Folterkammer. Sie ist auch der Sitz der Deutschen Greifenwarte.

Nirgendwo sonst kommt man Adlern, Geiern, Uhus und anderen Greifvögeln so nahe wie hier. Bei den täglichen Flugschauen laufen die Tiere durch die Zuschauerreihen, fliegen über die Köpfe der Staunenden hinweg und fangen aus der Luft oder aus dem Wasser ihre Belohnungen.

In der einstigen Verteidigungs- und Schutzanlage der Burg befindet sich heute ein Rundgang, der den Besucherinnen und Besuchern die verschiedenen Greifvogelarten durch Exponate, Skulpturen und Großfotos näherbringt.

Berühmt ist die Burg Guttenberg aber auch für ihre einzigartige Holzbibliothek. Die Sammlung umfasst 93 Bände, die wie Bücher aussehen und fast alle heimischen Holzarten einschließlich getrockneter Blätter und Früchte vorstellen.

Wenn der Kopf dann angefüllt mit neuem Wissen ist, kann man seinen Blick verträumt ins Neckartal schweifen lassen. Die Aussicht von der Burg ist nur schwer in Worte zu fassen. Und wer sich gründlich genug umschaut, kann auch die eine oder andere Nachbarburg entdecken. Zum Beispiel die des alten Götz von Berlichingen, die ebenso einen Abstecher wert ist.

Histotainment-Park Adventon in Osterburken

Auf dem 7 Hektar großen Gelände des historischen Hofguts Marienhöhe direkt an der A81 errichteten die Mitglieder des Vereins "Siedler von Adventon e.V." seit 2005 Häuser, Brunnen, Backöfen, eine Kapelle und sogar eine Stadtmauer – wie im Mittelalter! Soweit möglich kommen dabei nur Materialien, Werkzeuge und Methoden zum Einsatz, die so auch schon vor 500 bis 1000 Jahren verwendet wurden.

Noch bis Ende Oktober lassen sich die "Siedler" an jedem Samstag, Sonn- und Feiertag bei ihrem Tun über die Schulter schauen und beantworten Fragen der Besucher. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Aspekte des mittelalterlichen Lebens anschaulich darzustellen. Dazu zählen neben dem Bauen auch verschiedene Handwerke – etwa schmieden, gerben oder Bronzeguss – sowie Alltagstechniken wie kochen, backen, nähen, sticken, färben und viele mehr.

Die Vereinsmitglieder sind allesamt Laien, die diesen in ihrer Freizeit nachgehen. Als einziges Projekt dieser Art finanziert sich Adventon ausschließlich aus privaten Mitteln und nimmt keinerlei öffentliche Fördergelder in Anspruch. Manche Bauvorhaben dauern daher ein wenig länger und bieten über die Jahre umso öfter Gelegenheit, die Fortschritte zu begutachten. Stress und Hektik sind jedenfalls vollkommen fehl am Platz, neben Geschichts- und Naturerlebnis stehen Entschleunigung, Stille und Entspannung ganz oben auf der Stichwortliste.

Der Mittelalterpark liegt verkehrsgünstig unweit der Autobahnausfahrt Osterburken an den Routen zahlreicher Wander- und Radwanderwege.

Ladenburg

Im Areal der heutigen Altstadt von Ladenburg wurde um 70 n. Chr. ein Hilfstruppenkastell für eine Reitereinheit erreichtet. Nach Abzug der Truppe um 100 n. Chr. erhob Kaiser Trajan "Lopodunum" zur Hauptstadt der "Gebietskörperschaft der Neckarsueben" (Civitas Ulpia Sueborum Nicrensium).

Der einstige Kastellort wandelte sich zu einer Stadt mit allen Merkmalen einer römischen Metropole. Deren Zentrum nahm ein großes Forum mit einer mächtigen Basilika ein. Überreste dieser Siedlung findet man noch heute. Besonders in der Altstadt stolpert man förmlich über die alten Mauern und Steine der Römer.

Bedeutende archäologische Funde werden im Lobdengau-Museum präsentiert. Das schlossartige Gebäude mit der auffälligen Fassadendekoration war über mehrere Jahrhunderte lang die Residenz des Bischofs von Worms, des Stadtherrn von Ladenburg.

Heidelberger Heiligenberg

Der Heiligenberg liegt dem Heidelberger Schloss gegenüber. Auch wenn dieses inzwischen weltweit wesentlich bekannter ist als sein Nachbar, reicht dessen Geschichte um einiges weiter zurück.

Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus war der Berg besiedelt. Überreste aus keltischer, römischer und mittelalterlicher Zeit finden sich hier auf einem Rundwanderweg, dem sogenannten "Keltenweg", neben einer riesigen Freilichtbühne aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Kommt man den Berg hinauf, befindet sich zu linker Seite das "Heidenloch", ein 55 Meter tiefer Brunnen. Wer ihn anlegte, ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um den Schacht. Ein paar Meter weiter liegen rechts die Überreste des Stephansklosters, das um 1090 von einem Benediktiner-Mönch erbaut wurde. Direkt neben diesen Mauern ragt der "Bismarckturm" auf. Ein Denkmal für den ersten Reichskanzler, das 1903 errichtet wurde. Wer den Aufstiegt auf sich nimmt, wird mit einer fantastischen Aussicht ins Flusstal und auf das Schloss belohnt.

Läuft man in dem Wald hinein, gelangt man an den Eingang der "Thingstätte". 1934/35 wurde sie dort nach dem Vorbild der antiken griechischen Theater errichtet. Noch heute finden dort ab und zu Open-Air-Konzerte statt. 56 Zuschauerreihen höher und einige Meter in den Wald hinein liegt das Michaelskloster mit seiner im Jahr 1023 errichteten Basilika. Es steht auf dem Hauptgipfel des Berges, auf dem sich zu römischer Zeit bereits ein Tempel befunden hat. Steigt man auf einen der Türme kann man von dort die ganze Anlage überblicken.

Aber auch keltische Überreste finden sich auf dem Heiligenberg. Beispielsweise ein doppelter Ringwall aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. oder der "Bittersbrunnen", der schon die Kelten mit Wasser versorgte.

Archäologische Freilichtanlage "Römischer Vicus und Mithräen von Güglingen"

Das "klassische" Römer-Museum in Güglingen wird durch eine archäologische Freilichtanlage ergänzt. Sie befindet sich am originalen Fundplatz des großen "Vicus" (Siedlung) von Güglingen, der von etwa 120 n. Chr. bis um die Mitte des 3. Jahrhunderts existierte.

Der Betrachter läuft durch angedeutete Straßenzüge, vorbei an mehreren Streifenhausgrundrissen, der Einfriedung eines Hausgrundstücks und einem konservierten, teilrekonstruierten Brunnen. Auch zwei Mithras-Heiligtümer sind in der Anlage zu bestaunen. Eines ist im Grundriss sichtbar gemacht, das andere ist als rekonstruiertes Fachwerkgebäude sogar begehbar. Ein Sieben-Stationen-Weg führt in die unterschiedlichen Weihegrade des Mithraskultes ein.

Einen guten Einblick in die römische Lebensweise erhält der Besucher in einem fast 60 Meter langen und 5 Meter hohen römischem Siedlungspanorama. Über 70 Lebensbilder veranschaulichen hier den Alltag in der einstigen Römersiedlung.

Die Anlage ist ganzjährig frei zugänglich und fußläufig von der Emil-Weber-Straße aus zu erreichen.

Ehemalige Burg Wersau

Nahe der Gemeinde Reilingen liegt die ehemalige Burg Wersau, die "Burg unter der Grasnarbe". Die Wenigsten haben je von ihr gehört – und doch kommt ihr eine ganz besondere Rolle zu. Denn hier wurde 1386 die päpstliche Bulle zur Gründung der Universität Heidelberg von den Gesandten von Papst Urban VI. übergeben.

Die Geschichte des Burgberges reicht jedoch noch viel weiter zurück. In den letzten Jahren förderten archäologische Ausgrabungen Funde aus der Bronze- und Römerzeit zutage. Im 17. Jahrhundert wurde die letzte Burganlage von den Franzosen zerstört. Die Überreste verwendeten die Menschen damals, um Häusern und Brücken in der ganzen Region zu errichten. Alle Gebäudeteile über der Erdoberfläche verschwanden, der Boden wurde eingeebnet und es entstand 1869 das bislang jüngste Gebäude in der Geschichte des Grundstückes -  die Wersauer Schloßmühle.

Seit 2010 legen nun archäologische Ausgrabungen nach und nach die einzelnen Teile der Geschichte der Siedlungsanlage wieder frei. Das Besondere: hier kann man nicht nur die Exponate bewundern, sondern selbst mit ausgraben. Wer also schon immer mal selbst zu Spaten, Schaufel oder Kelle greifen wollte, kann dies hier samstags (10 bis 15 Uhr) unter der Aufsicht des Arbeitskreises Burg Wersau  von März bis Oktober tun. Jedenfalls normalerweise. Aber es wird auch eine Zeit nach Corona geben.

Kloster Lorsch

Gegründet wurde das Kloster Lorsch 764 als Benediktinerabtei, seit 1991 gehört es zum Weltkulturerbe der Unesco. In den letzten Jahren haben Bund, Land und Kommune viel Geld investiert und das Kloster zum "Welterbe Areal Kloster Lorsch" erweitert, das 2014 zum 1250. Gründungsjubiläum eröffnet wurde.

Auf dem rund drei Kilometer lange Rundweg des Klosters können die Besucherinnen und Besucher auf den Spuren Karls des Großen wandern, unter dessen Schutz das Kloster stand. Das Herzstück der gesamten Anlage ist der Bereich des karolingischen Königsklosters. Von der einst großen und bedeutenden Anlage sind heute noch das Fragment der Nazarius-Basilika, die Königshalle und ein Drittel der einst rund drei Kilometer langen mittelalterlichen Klostermauer erhalten.

Berühmt war das Kloster Lorsch auch für seine umfassende Bibliothek und sein Skriptorium. Hier wurden bedeutende Handschriften aus antiker und spätantiker Zeit kopiert. Zum Bestand der über 600 Bücher umfassenden Bibliothek zählten unter anderem das überaus kostbar verzierte Lorscher Evangeliar aus der Hofschule Karls des Großen (um 810) und das Lorscher Arzneibuch (um 795), eines der ältesten erhaltenen Arzneibücher, das 2013 zum Unesco Weltdokumentenerbe erklärt wurde.

Wie die Menschen zu Zeiten Karls des Großen und seiner Nachfahren gelebt und gearbeitet haben, erfahren die Besucherinnen und Besucher im Freilichtlabor Lauresham, einem begehbaren Modell eines Herrenhofs zur Karolingerzeit. Es ist das erste Freilichtprojekt dieser Art und gleichzeitig lebendige Forschungsstation. Der Kräutergarten stellt die wichtigsten Heil- und Würzpflanzen vor. Im  Schaudepot Zehntscheune finden sich Grabungsfunden aus der Klostergeschichte.

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