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Das Getreide fehlt

Das Getreide liegt bereit und wird von vielen Menschen dringend gebraucht. Doch wegen des Kriegs kann es nicht aus der Ukraine transportiert werden. Was könnte helfen? Darüber wollten am Freitag Politiker sprechen.

13.05.2022 UPDATE: 13.05.2022 13:44 Uhr 1 Minute, 17 Sekunden
Weizenkörner
Vor dem Krieg gehörte die Ukraine zu den größten Verkäufern von Weizen.

Im Land Ukraine liegen Millionen Tonnen Getreide in den Lagern. Woanders auf der Welt fehlen Weizen, Roggen und Hafer. Woran das liegt und welche Folgen das hat, erfährst du hier.

Was hat das Getreide aus der Ukraine mit anderen Ländern zu tun?

Die Ukraine baut große Mengen Getreide an. Es ist sogar mehr, als die Menschen in dem Land selbst essen. Deshalb verkauft die Ukraine Getreide ins Ausland. Bevor die Ukraine von Russland angegriffen wurde, gehörte sie zu den größten Getreide-Verkäufern der Welt. Viele Länder backen also zum Beispiel ihr Brot mit ukrainischem Weizen, etwa in Nordafrika.

Warum kommt das Getreide jetzt nicht mehr in den Ländern an?

Ein großer Teil des Getreides wurde vor dem Krieg mit Schiffen aus der Ukraine abtransportiert. Doch Russland hat Hafenstädte besetzt und blockiert die Häfen. Auch mit Zügen könnte das Getreide aus dem Land gebracht werden. Doch viele Gleise sind zerstört. Russland will das Getreide stattdessen für sich behalten, sagte etwa Deutschlands Minister für Landwirtschaft. Russland stehle die Vorräte der Ukraine oder kaufe sie den Bauern für viel zu wenig Geld ab.

Was will Russland überhaupt mit dem ganzen Getreide?

Russland will verhindern, dass die Ukraine damit Geld verdient. Außerdem: Wenn Russland plötzlich sehr viel mehr Getreide hat, kann es das an andere Länder weiterverkaufen. Das könnte Russland helfen, seine Interessen durchzusetzen. Denn Länder, die auf das Getreide angewiesen sind, würden sich vielleicht nicht trauen, etwas gegen Russland zu sagen.

Welche Folgen hat es, dass gerade Getreide fehlt?

Getreide wird immer teurer. Das ist besonders in den Ländern ein Problem, in denen viele Menschen eh schon arm sind, etwa Ägypten und Ruanda. Fachleute befürchten, dass das Hungersnöte auslöst oder diese noch verschlimmert. Deutschland baut viel Getreide selbst an und hat wenig in der Ukraine gekauft. Die Preise steigen aber auch bei uns. Um die Getreide-Probleme ging es auch am Freitag: Da sprachen Minister aus sieben wichtigen Ländern unter anderem darüber, wie sie ärmeren Staaten helfen wollen.

© dpa-infocom, dpa:220513-99-274503/3

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