Adler Mannheim gegen Wolfsburg

Adler beweisen Comeback-Qualitäten

Beim 4:2 gegen die Grizzlys Wolfsburg haben sie einen zwei-Tore-Rückstand aufgeholt.

24.01.2023 UPDATE: 24.01.2023 22:02 Uhr 1 Minute, 51 Sekunden
Foto: Pix

Von Rainer Kundel

Mannheim. Dritter Sieg in Folge statt Dienstag-Blues: Die Adler Mannheim haben sich gegen den starken Tabellensechsten Grizzlys Wolfsburg nach anfänglichen Problemen einen 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) -Sieg erkämpft und ihren Anspruch auf den zweiten Platz hinter Primus EHC München untermauert.

Trainer Bill Stewart ließ im Rahmen der Belastungssteuerung Mark Katic pausieren, für den Kanadier rückte der zuletzt überzählige Thomas Larkin in der Verteidigung. Im Tor löste Felix Brückmann planmäßig den in Iserlohn zu-Null gebliebenen Arno Tiefensee ab.

12.915 Besucher strömten im Durchschnitt der vergangenen sechs Heimspiele in die SAP Arena. Dass diese Marke gegen einen mit wenig Tradition behafteten Gegner, zumal an einem Dienstag, nicht erreicht würde, war zu erwarten. Obwohl bei den Adlern zunächst wenig zusammen lief, sahen die 8.232 Zuschauer, darunter elf Wolfsburger Anhänger in der sonst verwaisten Südostkurve, ein ereignisreiches erstes Drittel.

Im Gegensatz zu ihren Siegen am Wochenende mussten die Mannheimer zunächst die größere Effektivität der Niedersachsen akzeptieren. Während Gaudet (1./ 4.Minute) und Wolf allein gegen Strahlmeier (5.) vergaben, schossen die Grizzlys nahezu aus dem Nichts eine 2:0-Führung. heraus. Erst traf der gebürtige Lampertheimer Laurin Braun von der rechten Seite kommend unter die Latte (5.), dann nahm Spencer Machacek (14.) mit einem Check an der Bande Reul aus dem Spiel und hatte zentral vor Brückmann leichtes Spiel bei seinem 24. Saisontor.

Nicht zwingend, aber konsequent im Durchsetzungsvermögen fiel das 1:2 noch vor der Pause, womit der vor einer Woche verpflichtete Joe Cramarossa (16.) zu seinem Tor-Debüt für die Adler kam. Noch bevor die Schiedsrichter die Scheibe am Mittelkreis einwerfen konnten, tauschten der Torschütze vor den Augen des aus Kanada angereisten Al MacInnis - der Vater des Mannheimer Centers hatte bis 2004 den Ruf eines "Mister Schlagschuss" der NHL - und Machacek wie verabredet einige deftige Fausthiebe aus. Mit fünf Strafminuten traten beide vorzeitig die Pause an.

Nach Wiederbeginn verschafften sich die Blau-Weiß-Roten mehr Platz und Spielanteile. Es gab Sequenzen, in denen Holzer, Larkin, Loibl oder Rendulic nah am Ausgleich waren. Andererseits verschleppten die VW-Städter zwischendurch immer mal das Tempo, so dass erst ein misslungener Ausflug von Strahlmeier hinter sein Tor das 2:2 ermöglichte. Der Keeper verlor kurz die Orientierung, MacInnis ging dazwischen und servierte Fabrizio Pilu (36.) die Scheibe zum ersten DEL-Tor des 20-jährigen Verteidigers. "Wir haben uns schwergetan, gegen die kompakten Wolfsburger durchzukommen", befand der Käfertaler Pilu in der ...

(bearbeitet)
(zur Freigabe)
Möchten sie diesen Kommentar wirklich löschen?
Möchten Sie diesen Kommentar wirklich melden?
Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet. Er wird von uns geprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Kommentare
Das Kommentarfeld darf nicht leer sein!
Beim Speichern des Kommentares ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen sie es später erneut.
Beim Speichern ihres Nickname ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie bitte sich aus- und wieder einzuloggen.
Um zu kommentieren benötigen Sie einen Nicknamen
Bitte beachten Sie unsere Netiquette
Zum Kommentieren dieses Artikels müssen Sie als RNZ+-Abonnent angemeldet sein.