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(Foto: dpa)

Schimmelschutz für wenige Euro

Besser lüften mit dem Hygrometer

Sie haben jeden Winter Schimmel in der Wohnung? Das kann am falschen Lüften liegen. Gerade wer Heizkosten sparen möchte, öffnet zu selten die Fenster - und riskiert Feuchteschäden.

21.11.2022 UPDATE: 21.11.2022 09:29 Uhr 2 Minuten, 14 Sekunden
Gut sind Luftfeuchtigkeitswerte zwischen 50 und 60 Prozent. Foto: Zacharie Scheurer/dpa

Von Katja Fischer

Die Heizkosten sind explodiert. Wer kann sich da leisten, die Wärme regelmäßig nach draußen wegzulüften? Doch das ist wichtig für die eigene Gesundheit und das Gebäude. Es gibt aber ein kleines Gerät, das dabei helfen kann, es an bitterkalten Tagen mit dem Weglüften der Wärme nicht zu übertreiben: Das Hygrometer.

Die günstigsten Geräte gibt es für unter zehn Euro, man kann aber auch mehr als 50 Euro dafür ausgeben.

Aber schauen wir uns erst mal das Problem an: Warum muss man eigentlich an Wintertagen warme Luft weglüften? Die Antwort: Sie kann viel mehr Wasserdampf mit sich tragen als kühle Luft. Man verringert also durch das Rauslüften der warmen Innenluft und das Reinlüften von kühler Außenluft die Luftfeuchtigkeit im Raum. Und ist diese gering, sinkt die Gefahr der Bildung von gesundheitsgefährdendem Schimmel.

Und das kurzzeitige Lüften hat überraschenderweise einen finanziellen Vorteil: "Je feuchter die Luft im Raum, desto mehr Energie braucht man, um sie zu erwärmen", sagt Wolfgang Lorenz, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands Schimmelpilzsanierung.

Der Optimalwert:

Das Hygrometer misst also die Luftfeuchte in einem Raum. Liegt sie nur kurzfristig über 65 Prozent, ist das kein Problem. Problematisch sind aber Werte von über 70 Prozent über längere Zeit.

"Wünschenswert sind Werte zwischen 50 und 60 Prozent", sagt Jörg Friemel von der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen. Sein Rat: Liegt die Luftfeuchtigkeit darüber, sollte man lüften. "Und zwar so lange, bis die Werte wieder im unproblematischen Bereich sind."

Wolfgang Lorenz empfiehlt sogar: "Nach dem Lüften sollte die Luftfeuchte unter 40 Prozent liegen." Was kein Problem ist: "Beim Lüften mit klarer Winterluft erreicht man normalerweise Werte von 30 bis 35 Prozent."

Wie schnell die frisch hereingelüftete Luft sich wieder mit Feuchtigkeit anreichert, ist verschieden. Aber eines ist klar: Weder die Werte direkt nach dem Lüften noch die Optimalwerte zwischen 50 und 60 Prozent Luftfeuchte sind von Dauer im Raum haltbar - unser Tun trägt dazu bei.

Duschen, Kochen, Wäschetrocknen - all solche Tätigkeiten, die mit Feuchtigkeit verbunden sind, treibt die Luftfeuchtigkeit natürlich ...