Wiesloch

Kreisforstamt stellt eine besondere Buche vor

Diese alte Buche bietet einen besonderen Lebensraum für viele Arten.

14.06.2022 UPDATE: 16.06.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 10 Sekunden
4,14 Meter Umfang: Christopher Schierk vom Kreisforstamt vermisst die mächtige Buche im Dämmelwald. Foto: Landratsamt

Wiesloch. (RNZ) Das Kreisforstamt setzt seine Serie "Besondere Bäume" fort und stellt eine stattliche Buche (Fagus sylvatica) vor, die im Revier von Förster Benno Künzig im Wieslocher Stadtwald steht.

Stellvertretend für viele ihrer Art im Bezirk Dämmelwald ist die frei stehende, vitale Buche mit einer Höhe von 34 Metern und einem Stammumfang von 4,14 Metern ein wahrer Hingucker. "Ich habe das Forstrevier und den Stadtwald Wiesloch erst vor Kurzem übernommen. Als ich diese riesige Buche zum ersten Mal gesehen habe, musste ich staunen. Es ist wirklich schön, so beeindruckende Bäume im Wald zu haben", betont Förster Künzig.

Diese alte Buche bietet einen besonderen Lebensraum für viele Arten. Unterschiedliche Vogelarten finden Schutz und Nahrung in der weitverzweigten Baumkrone. In Astlöchern brüten unter anderem Spechte und Kleiber; Fledermäuse finden ihren Unterschlupf in Rindenspalten und alten Bruthöhlen anderer Tiere.

Der moosbewachsene Wurzelbereich ist ein Lebensraum für viele Insekten und andere Kleinstlebewesen. Die ausladende Baumkrone spendet Schatten für die nachwachsende Naturverjüngung: Gemeint sind Nachkommen der Buche aus ihrer verstreuten Saat.

Durch die glatte Rinde der Buche läuft bei Regenschauern das Wasser sehr gut zum Boden ab und versorgt die nähere Umgebung mit dem wertvollen Nass.

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Im Herbst gehören die nahrhaften Früchte, die Bucheckern, zur bevorzugten Nahrung von Mäusen, Eichhörnchen und Siebenschläfern sowie zahlreichen Vögeln wie zum Beispiel Eichelhäher oder Buchfink. Auch für Rehe und Wildschweine bieten die Früchte Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan. Übrigens hat selbst der Mensch in Notzeiten die Früchte der Buche genutzt: In den Nachkriegsjahren beispielsweise wurden die Bucheckern zu Mehl und zu einem sehr wohlschmeckenden Öl verarbeitet.

Wer die mächtige Buche und ihre ebenfalls beeindruckenden Artverwandten im Bezirk Dämmelwald besuchen möchte, findet die Bäume im Waldstück zwischen Meisenweg und Richtstatt, in der Umgebung der Station "Pflanzen" des Wieslocher Naturerlebnispfads.

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