Freibad Ladenburg

Bei der Eröffnung war das Wasser noch recht kühl

Das Freibad startete am Samstag in die neue Saison. Man kann jetzt auch mit EC-Karte bezahlen.

13.05.2024 UPDATE: 13.05.2024 04:00 Uhr 2 Minuten, 12 Sekunden
Katharina Fleckenstein (l.) und ihr Sohn Jakob (2.v.r.), aber auch Valentina wurden für ihren Mut, ins 18,4 Grad kalte Wasser zu springen, von Bürgermeister Stefan Schmutz beschenkt. Foto: stu

Ladenburg. (stu) 18,4 Grad Wassertemperatur war auf dem Display am Beckenrand zu lesen, als am Samstagmorgen die Freibadsaison 2024 im Ladenburger Schwimmbad eingeläutet wurde. Schon rund 30 Minuten vor der Eröffnung bildete sich eine lange Schlange, bis um Punkt 9 Uhr die Schwimmbadpforte aufging.

Dass mancher Schwimmbadgast möglichst weit vorne stehen wollte, hatte zwei Gründe: Zum einen sind die begehrten Schränke für Schwimmbad-Utensilien, die man für eine Badesaison mieten kann, recht knapp. Um die "Schrank-Lage" zu entschärfen, wurden nun 32 Spinde zusätzlich angeschafft. Zum anderen lohnte sich das frühe Anstehen vor der Kasse noch aus einem anderen Grund: In Ladenburg ist es Tradition, dass der Bürgermeister die ersten Badegäste, die ins Wasser springen, mit einem kleinen Geschenk überrascht. Oft sind das Vertreter der "Frühschwimmer-Abteilung".

Bis die älteren Damen und Herren ihre Badekleidung angezogen hatten, war aber Katharina Fleckenstein schon in die Fluten gesprungen. "Wow, ist das heute frisch", meinte die Berlinerin, die vor sieben Jahren umgezogen ist. "Ladenburg ist traumhaft und das Freibad auch", sagte sie. In Berlin zog es Fleckenstein vor, in einem der zahlreichen Seen der Hauptstadt zu schwimmen. Das Freibad sei aber fast so schön wie der Wannsee. "Ladenburg hat leider keinen See – das vermisse ich schon ein wenig", erzählte sie der RNZ. Zur schnellen Truppe zählte auch ihr elfjähriger Sohn Jakob. Aus den Händen von Bürgermeister Stefan Schmutz durfte er eine Luftmatratze in Form eines Eises am Stiel entgegennehmen. Die zehnjährige Valentina wurde mit einem bunten Wasserball belohnt, und für beide Sieger gab es zusätzlich noch einen Gutschein für den Schwimmbad-Kiosk. Die Gastronomie liegt wieder in den bewährten Händen von Ochsen-Wirt Heinz Jäger und seinem Team.

Mit einer solchen Überraschung hatten die beiden Kinder nicht gerechnet. Valentina, die die Merian-Realschule besucht und jüngst ihr goldenes Seepferdchen bestanden hat, fand die Wassertemperatur sogar angenehm. Jakob, Schüler am Carl-Benz-Gymnasium, meinte, dass es doch "etwas kalt ist, um länger zu schwimmen". Aber im Freibad gibt es für Kinder und Jugendliche auch noch Alternativen zum Schwimmen. Die Wasserrutsche sei einfach "cool" meinten die beiden Gewinner, die auch hierauf die Saison eröffneten.

Auch das Bademeister-Team um Serol Genc sowie das Team der DLRG sind bestens vorbereitet, und das Freibad sieht auch dank der tatkräftigen Unterstützung des Freibadfördervereins um Vorsitzenden Walter Dehnel wieder einwandfrei aus. Das DLRG-Team ist während der Saison mit 30 Rettungsschwimmern im Einsatz, um die städtischen Bademeister zu unterstützen. Es sind viele Jugendliche unter den Rettungsschwimmern. "Weitere Kräfte sind aber immer willkommen", meinte Jochen Quintel, der sich sowohl in der DLRG als auch im Förderverein engagiert.

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Der Vorverkauf für die Familien- und die Dauer-Saisonkarten sei gut gelaufen, erläuterte Schmutz. Bevor die große Renovierung angegangen wird, sind in diesem Jahr einige kleinere Verbesserungen in Kraft getreten. So kann man nun auch mit der EC-Karte zahlen. Ab September 2025 wird das Bad dann auf Klimaneutralität umgestellt. Der Strombedarf wird über die Solaranlage der benachbarten Dreifeld-Sporthalle abgedeckt werden. Die Regelungstechnik wird erneuert, und die Becken werden mit Edelstahl ausgekleidet. Förderzusagen des Bundes über 2,7 Millionen Euro hat die Stadt schon erhalten.

Das Freibad in eine sichere Zukunft zu führen, sei schon deshalb wichtig, weil es die am besten besuchte Einrichtung der Stadt sei. Schmutz hofft, dass, wie auch 2023, in diesem Jahr wieder die Marke von 100.000 Besuchern geknackt wird, was vor allem vom Wetter abhängt. Auch der Bürgermeister wagte am Eröffnungstag den Sprung ins kalte Nass – allerdings hatte er einen schützenden Neoprenanzug an, denn Krankheitstage wollte das Stadtoberhaupt wohl nicht riskieren.

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