Führungskräfte

Karriere mit Köpfchen

Angehende Führungskräfte sollten sich über eigene Kompetenzen im Klaren sein - Und authentisch bleiben

26.07.2022 UPDATE: 25.07.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 21 Sekunden
Eine Führungsposition zu übernehmen ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Daher zieht es auch längst nicht jeder und jede in Betracht. Foto: dpa

Von Elena Zelle

Das Unternehmen mitgestalten, auch mal unangenehme Entscheidungen treffen, im Fokus stehen: Die Anforderungen an Führungskräfte sind hoch. Allzu viele sind es daher auch nicht, die wirklich danach streben. Einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Initiative Chefsache aus dem Jahr 2020 zufolge wollen 35 Prozent der 5000 Befragten eine Führungsposition übernehmen. 30 Prozent der Frauen und knapp 40 Prozent der Männer. Tendenz: sinkend.

Affinität zur Führung

Dennoch oder gerade deshalb wird es für Berufstätige oft als Karriereziel ausgegeben. Woher weiß man, ob es passt? Ob Führung etwas für einen ist, merke man oft schon in der Jugend, sagt Jörg Schmidt, Geschäftsführer der Haufe Akademie für den Bereich Kompetenz für Fach- und Führungskräfte. Wer proaktiv etwas gestalten möchte, gerne im Fokus steht und wem es leichtfällt, zu kommunizieren, der erfülle schon wichtige Bedingungen.

Man müsse es auch mögen, sich selbst zu reflektieren und zu entwickeln. "Grundsätzlich kann man all das auch lernen", sagt Schmidt. "Aber man sollte sich in einer Führungsposition auch wohlfühlen. Dazu ist Affinität wichtig."

Soziale Kompetenzen gefordert

So sieht es auch Karrierecoach Ute Bölke. "Wer Führungskraft wird, sollte das aus innerer Überzeugung tun." Sich aus Statusgründen oder wegen des Geldes dafür zu entscheiden, könne einem "früher oder später um die Ohren fliegen".

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Allen voran: "Menschen sind schwierig", so Ute Bölke. Was lustig klingt, ist durchaus ernst gemeint: Nicht immer sind Dynamiken im Team nachvollziehbar, geschweige denn kontrollierbar. Genau das sei aber die Aufgabe als Führungskraft. Dafür braucht es viel Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen.

Wer den Chefsessel als Ziel vor Augen hat, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er oder sie dann fachliche Aufgaben abgibt. Diese erledigen nun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Es geht darum, das volle Potenzial eines Teams auszuschöpfen, statt jede Entscheidung selbst zu treffen", sagt Schmidt.

Es warten Herausforderungen

Wer sich diesen Aufgaben gewachsen fühlt, kann sich als ...