Blut

Der wichtige Lebenssaft ist Mangelware

Vor allem im Sommer fehlt es an der Spendenbereitschaft. Täglich werden in Deutschland rund 14.000 Blutspenden benötigt.

13.06.2022 UPDATE: 14.06.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 42 Sekunden
Um das Gesundheitssystem am Laufen zu halten, sind Blutspenden unabdingbar. Foto: dpa

Von Andrea Hentschel

Leipzig. Blut ist ein kostbarer Saft: Täglich werden in Deutschland rund 14.000 Blutspenden für Operationen, Unfallopfer und die Behandlung schwerer Krankheiten wie Krebs benötigt. In der Corona-Krise war es nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schwierig, den Normalbedarf an Blutkonserven zu decken. Mit dem Sommer naht nun auch noch eine klassische Durststrecke für die Spendedienste. Zum Weltblutspendetag am Dienstag wird deshalb erneut zum Spenden aufgerufen.

> Wer kann Blut spenden?: Blut spenden darf grundsätzlich jeder zwischen 18 und 68 Jahren, wobei die Höchstgrenze für die erstmalige Spende bei 60 Jahren liegt. Grundsätzlich kommen dafür auch ältere Menschen noch in Frage, wenn das ihr Gesundheitszustand zulässt. Das wird vor jeder Spende geprüft.

> Wie häufig kann Blut gespendet werden? Frauen dürfen viermal und Männer sechsmal innerhalb eines Jahres Blut spenden. Der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden muss mindestens acht Wochen betragen. Die Blutzellen erneuert der Körper zwar bereits in zwei Wochen, der Ausgleich des Eisenverlusts dauert aber rund zwei Monate, bei Frauen auch etwas länger. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Allerdings halten Blutpräparate nur maximal 42 Tage, manche Konzentrate sogar nur wenige Tage.

> Reichen die Blutspenden?: Insgesamt spenden laut DRK nur knapp drei Prozent der Bevölkerung regelmäßig Blut. Um die Versorgung mit Blutpräparaten langfristig ausreichend zu sichern, müssten etwa sechs Prozent regelmäßig spenden. Sorgen bereitet den Experten vor allem der demografische Wandel. Jährlich scheiden deutschlandweit rund hunderttausend aktive Blutspender aus Altersgründen oder wegen einer Krankheit aus. Auf der anderen Seite steigt der Bedarf unter Älteren.

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