Plus Umbau Dossenheimer Landstraße

RNV und Stadt Heidelberg informierten über Neugestaltung

Mehrere Fachleute präsentierten den Anwesenden die Pläne für das Großvorhaben im Heidelberger Norden.

12.02.2024 UPDATE: 12.02.2024 13:56 Uhr 2 Minuten, 48 Sekunden
Zahlreiche Bürger informierten sich am vergangenen Mittwoch, 7. Februar, über das Großvorhaben im Norden Heidelbergs. Im Anschluss an die Präsentation gab es Gelegenheit, Rückfragen an die anwesenden Fachleute zu stellen. Foto: Dittmer/Stadt Heidelberg

Heidelberg. (RNZ) Am Montag, 4. März, beginnen die vorbereitenden Arbeiten für die Neugestaltung der Dossenheimer Landstraße in Handschuhsheim. Über die geplanten Verbesserungen informierten die Rhein-Neckar Verkehr (RNV) und die Stadt Heidelberg die ortsansässigen Gewerbetreibenden und die Bürgerschaft bei zwei Informationsveranstaltungen am 6. und 7. Februar in Handschuhsheim.

"Wir haben eine umfangreiche Baumaßnahme vor uns, die uns allen viel abverlangen wird. Sie wird jedoch große Verbesserungen mit sich bringen: moderne und komfortablere Haltestellen und zugleich ein vollkommen erneuertes Straßenbild ‚von Hauskante zu Hauskante‘", sagte Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der rnv am vergangenen Mittwoch.

Mehrere Fachleute präsentierten den Anwesenden die Pläne für das Großvorhaben im Heidelberger Norden. Anschließend bestand Gelegenheit, an verschiedenen Stellwänden zu Themen wie "Bauablauf", "Verkehr und Erreichbarkeit" sowie "Unterstützung für Anwohnende und Gewerbetreibende" ins Gespräch zu kommen. An beiden Veranstaltungen im Carl-Rottmann-Saal nahmen rund 400 Menschen teil.

Sechs Bauphasen in zweieinhalb Jahren geplant

Die Dossenheimer Landstraße wird in zwei zeitlich aufeinander folgenden Abschnitten neugestaltet. Im ersten sogenannten Abschnitt Süd wird der Bereich vom Hans-Thoma-Platz nach Norden bis kurz vor der Burgstraße umgebaut. Geplant sind hier drei aufeinanderfolgende Bauphasen, in denen im Abschnitt Süd die Gleise, Straßenbahn-Haltestellen, Leitungen und Kanal, Rad- und Fußwege sowie Fahrbahn erneuert werden.

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Im anschließenden sogenannten Abschnitt Nord wird bis zum Bereich nördlich der Fritz-Frey-Straße gearbeitet. Auch hier sind drei entsprechende Bauphasen vorgesehen. Detaillierte Pläne zu den einzelnen Phasen sind auf der Internetseite der rnv unter www.dossenheimer-landstrasse.de und auf der städtischen Seite www.heidelberg.de/DoLa zu finden.

Verstärktes ÖPNV-Angebot und zwei Umleitungen für Autofahrer

Handschuhsheim bleibt auch während der Bauarbeiten erreichbar. In Richtung Norden kann die Dossenheimer Landstraße mit Ausnahme der Umbauwochen weiterhin befahren werden. In Richtung Süden raten Stadt und RNV dazu, das ÖPNV-Angebot zu nutzen oder den ausgeschilderten Umleitungen zu folgen. Die folgenden Umleitungen gelten ab dem Start der ersten Umbauwoche am Montag, 23. März:

  • Wer nach Handschuhsheim möchte, kann eine Umleitung über die Fritz-Frey-Straße, Trübnerstraße, Zeppelinstraße und den Angelweg zum Hans-Thoma-Platz nutzen. Aufgrund der vergleichsweise engen Durchfahrbreite sollte diese Route nur mit Ziel Handschuhsheim gewählt werden. Der LKW-Verkehr wird von der Zeppelinstraße auf die Berliner Straße geleitet.
  • Innerhalb Handschuhsheim wird die Burgstraße zur Einbahnstraße zwischen Johann-Fischer-Straße und Biethstraße. Die Hans-Thoma-Straße wird Einbahnstraße zwischen Mühlingstraße und Husarenstraße sowie zwischen Angelweg und Mühlingstraße
  • Für Autofahrer mit Ziel Neuenheimer Feld, Heidelberger Süden und Altstadt wird eine großräumige Umleitung über die A5 und das Autobahnkreuz Heidelberg eingerichtet. Stadt und rnv empfehlen hier auch aus Richtung Dossenheim ein Abbiegen auf die L531 und die A5.
  • Zur Vermeidung von Staus bietet sich ein Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel an. Der Straßenbahnbetrieb wird während der gesamten Bauzeit in eingleisiger Streckenführung aufrechterhalten.
  • Die Linie 5 wird weiterhin wie gewohnt fahren und die Linie 21 wieder in Betrieb genommen.
  • Die RNV koppelt die Linien 24 und 26, die dann bis Heiligenbergschule beziehungsweise Kapellenweg verkehren.
  • Eine neue Linie 25 verstärkt die Linie 5 und fährt alle 20 Minuten bis Schriesheim. Ausnahmen stellen jeweils die Umbauphasen von wenigen Tagen zwischen den sechs Bauphasen dar. Hier wird ein Busersatzverkehr eingerichtet. 

Besondere Aufmerksamkeit für Kinder und schwächere Verkehrsteilnehmer

Speziell für Kinder hat die Stadt besondere Verkehrspläne erarbeitet. Diese sehen unter anderem sichere Straßenüberquerungen mit Ampeln und Lotsen für die Kinder vor. Außerdem hat die Stadt für Radfahrende zwei Umleitungen südlich und nördlich um die Baumaßnahme herum eingerichtet.

Die Planungen der Kinderwege und Schulradwege wurden im Vorfeld mit Schulleitungen, Elternvertretungen, Kinderbeauftragten und ADFC besprochen und deren Anregungen soweit rechtlich möglich und technisch umsetzbar eingearbeitet. Für eine sichere Verkehrsführung ist ein vorübergehender Wegfall von Parkplätzen entlang der Umleitung unvermeidlich.

Ansprechpartner für Bürger, Gewerbe und Unternehmen

Neben einem umfangreichen gedruckten und digitalen Informationsangebot im Vorfeld und Verlauf der Baumaßnahme stehen auch zwei persönliche Ansprechpartner zur Verfügung: Gerhard Wagner ist telefonisch unter 0160/99473251 sowie per E-Mail unter wagner.pro@web.de für Fragen der Anwohner erreichbar. 

Für die Anliegen der Gewerbetreibenden ist Thomas Boroffka zuständig. Er ist erreichbar per Mail t.boroffka@rnv-online.de sowie telefonisch unter 0162/2713587. Das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg bietet zudem zahlreiche Kommunikationskanäle und Services für die betroffenen Gewerbebetriebe an.

Info: Weitere Informationen, alle Termine sowie die Kontaktdaten für Gewerbetreibende gibt es unter www.heidelberg.de/baustelle-handschuhsheim.

Nach der Präsentation und der Fragerunde konnte man sich an den Themen-Tischen über die Aspekte der Neugestaltung genauer informieren. Foto: Dittmer/Stadt Heidelberg
Edward Schneider und Frank Dommasch (beide RNV) stellten gemeinsam mit RNV-Geschäftsführer Martin in der Beek und Bärbel Sauer, Leiterin des Amts für Mobilität der Stadt Heidelberg, die geplante Neugestaltung der Dossenheimer Landstraße vor (von links nach rechts). Foto: Dittmer/Stadt Heidelberg