Hintergrund - lesung

12.12.2022 UPDATE: 12.12.2022 06:00 Uhr 38 Sekunden

Sana und Reza Houdeh-Ashtiani sind die wohl bekanntesten iranischen Schriesheimer, die man eigentlich nur bei ihrem Vornamen nennt: Sie betreiben seit 2004 die "Perseria", zunächst in der Römerstraße – die "Kleine Perseria" gaben sie vor vier Jahren ab – und seit zehn Jahren an der Bundesstraße B3; neuerdings sind sie Pächter des Tennisclub-Lokals "Culina 198", das am 6. Januar offiziell eröffnet. Sana (41) stammt aus Teheran, Reza (51) aus Sari am Kaspischen Meer, und beide verließen vor über 30 Jahren ihre Heimat aus politischen Gründen.

> Sanas Vater engagierte sich gegen das Mullah-Regime, deswegen floh die Familie 1990 nach Deutschland, Sana wuchs in Heidelberg auf. Reza kam als junger Mann hierher – nach fünfjährigem "Exil" im Rumänien –, nachdem das Studium im Iran für ihn immer schwieriger geworden war. Für das Ehepaar mit drei gemeinsamen Kindern (Reza hat noch vier eigene), das sich in Heidelberg kennenlernte, ist Schriesheim die "zweite Heimat", aber beide nehmen großen Anteil an den Unruhen im Iran: "Das nimmt mich sehr mit", sagt Sana, "ich bin auf jeder Demonstration." hö

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