Hintergrund KZ-Friedhof Neckargartach

29.11.2023 UPDATE: 28.11.2023 06:00 Uhr 42 Sekunden

> Zum Sprecherrat der Initiative gehören außer Löffler noch Eugen Krönig (ehemals Pfarrer in Neckargartach) und Raimund Bickelmann (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), zum erweiterten Sprecherrat gehört unter anderem CDU-Stadtrat Uwe Mettendorf. Philipp Leipold ist zuständig für Social Media und Heinz Risel für die Fachberatung. Erfreut betont Löffler die Unterstützung von fünf Parteien/Gruppen im Gemeinderat, die mitarbeiten wollen, und die von Oberbürgermeister Harry Mergel. Krönig sagt, was sich hier in den letzten Kriegsmonaten abspielte, gehe alle an, das Wissen der Alten dürfe nicht mit ihrem Sterben in Vergessenheit geraten; es müsse dokumentiert und zugänglich gemacht werden. So sieht es auch Bickelmann: "Im Unterschied zu anderen KZ-Gedenkstätten liegen in Heilbronn noch viele Themen im Halbdunkel." Das Lager "Steinbock" war unterschiedlich belegt, die Rede geht von 200 bis 1200 Häftlingen; es ist aufgelistet unter den "Orten des Terrors" als eines von 39 Außenlagern des KZs Stuthof/Natzweiler. Im September 1944 wurde es in nur acht Tagen errichtet und am 6. April 1945 geschlossen. Viele von denen, die das Lager in Heilbronn überlebten, starben anschließend beim "Todesmarsch" ins KZ Dachau oder später dort. (bfk)