Tanner: "Mir wäre lieber, er kickt den Ball ins Tor"

Hoffenheims Manager über den Wutausbruch von Vedad Ibisevic nach seiner Auswechslung    

27.02.2011 UPDATE: 27.02.2011 13:57 Uhr 1 Minute, 18 Sekunden
Tanner: "Mir wäre lieber, er kickt den Ball ins Tor"

Hoffenheims Manager über den Wutausbruch von Vedad Ibisevic nach seiner Auswechslung

 

 

Volltreffer! Ein satter Rechtsschuss, der genau sein Ziel erwischte... Es war leider Vedad Ibisevics einziger Treffer im Spiel gegen Mainz und - noch ärgerlicher - er fiel erst nach Ibisevics Auswechslung in der 65. Minute. Mit voller Wucht katapultierte Ibisevic die rot-gelbe Trinktflasche aus der Coaching-Zone bis ins Spielfeld hinein.

 

"Mir wäre auch lieber gewesen, wenn er den Ball mal ins Tor kickt, anstatt die Wasserflasche ins Spielfeld", kommentierte Manager Ernst Tanner die Aktion trocken. "Nichts Neues" seien solche Reaktionen von Ibisevic, der bereits mehrfach durch sein Temperament auffiel. "Ich bin nichts anderes gewohnt. Er reagiert immer so", sagt Tanner und: "Er ist jedes Mal wenn er ausgewechselt wird sauer. Das wissen wir."

Die Aktion ist Ausdruck von Ibisevics Unzufriedenheit. Sechs Treffer stehen nach 24 Spieltagen zu Buche, nur ein Tor gelang dem Mittelstürmer in den letzten elf Spielen. Eine magere Ausbeute. "Er hat Temperament und das werden wir ihm auch nicht nehmen", sagt Ernst Tanner über den Ausraster von Ibisevic in der 65. Minute. Zurecht. Denn Ibisevics Temperament kann, sinnvoll eingesetzt, auch die große Stärke des Bosniers sein. Auf dem Platz. 

Doch häufig, wie bei seiner Roten Karte im DFB-Pokal gegen Ingolstadt, steht sich Ibisevic damit auch selbst im Weg. Vielleicht sollte es die TSG in der kommenden Woche im Torschusstraining mal mit Wasserflaschen probieren, um der Abschlussschwäche entgegen zu wirken. Doch Ernst Tanner hält davon nichts: "Es ist ein ungebührendes Verhalten, für den Torwart zu nass und für den Stürmer zu gefährlich."

Auch ohne Trinkflaschentorschusstraining, Tanner lässt Ibisevic nicht fallen: "Es kriegt jeder wieder seine Chance. Ich werden keinen in die Pfanne hauen." Dass Hoffenheim im Spiel gegen Mainz die stärkste Phase nach Ibisevics Auswechslung erlebt, lässt Tanner nicht gelten: "Natürlich ist es auch eine leichtere Situation für den, der frisch ins Spiel kommt, als für den, der sich 60, 70 Minuten gegen die Kanten von Mainz abgemüht hat." Und so baut die TSG weiter darauf, dass der Knoten bei Ibisevic vielleicht nächste Woche platzt - und nicht der Kragen!

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