DFB-Integrationspreis: FSV Dornberg landete auf dem zweiten Platz

DFB würdigte die wertvolle Integrations-Arbeit des jungen Vereins aus dem Hardheimer Stadtteil Dornberg 

27.03.2015 UPDATE: 28.03.2015 06:00 Uhr 1 Minute, 36 Sekunden

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (M.) überreichte Johannes Kreß, Julian Stieber, Frederik Böna und Andreas Seitz Böna vom FSV Dornberg den Scheck über 10.000 Euro. Foto: Daimler AG

Dornberg/Frankfurt am Main. (adb) Der Freizeitsportverein FSV Dornberg 2010 e.V. hat zweifellos eine beeindruckende Entwicklung genommen: Was auf den Monat genau vor fünf Jahren während der Gründungsstunde im kleinen Kreis begann, gipfelte am Donnerstag in der Verleihung des zweiten Platzes beim DFB-Integrationspreis 2014 in der Kategorie "Verein".

Hintergrund der Auszeichnung ist das soziale Engagement des Vereins für die in der Hardheimer Gemeinschaftsunterkunft untergebrachten Asylbewerber: In beispielhafter Manier macht sich der FSV Dornberg um deren Integration verdient, indem er den Flüchtlingen soziale und gesellschaftliche Kontakte ermöglicht - durch den Fußball.

Bereits am Mittwoch reiste eine Delegation des FSV auf Einladung des DFB nach Frankfurt: Auf Frederik Böna, Julian Stieber, Johannes Kreß und Andreas Seitz-Böna wartete ein abwechslungsreiches, inhaltlich ansprechendes Rahmenprogramm, in das die Siegerehrung eingebettet wurde. Das im Kaiserslauterner Fritz-Walter-Stadion live verfolgte Länderspiel (Deutschland - Australien) stellte eine interessante Auftaktveranstaltung dar.

Die Preisträger wurden dann am Donnerstagabend im Rahmen einer festlichen Gala im Frankfurter Palais Thurn und Taxis von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Laura Tilly, Senior Manager Global Diversity Office der Daimler AG, geehrt. Deutschlands höchst dotierter Sozialpreis wird seit 2007 jährlich von Mercedes-Benz und vom DFB verliehen. Die Preisverleihung erfolgte in Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus Politik und Sport. Mit dabei waren unter anderem die Weltmeister Lukas Podolski und Christoph Kramer sowie Nationalspieler Ilkay Gündogan.

"Der Fußball steht für Integration. Gerader der kleine Fußballverein ist der Ort, wo man sich trifft", so DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Im Fußballverein wird ungeheuer viel für das Miteinander geleistet, auch über Sprachbarrieren oder kulturelle Unterschiede hinweg." Der DFB-Präsident würdigte auch den Stellenwert gerade von kleinen Fußballvereinen.

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Leider hatte es für den FSV Dornberg dann am Ende mit dem ersten Rang und dem damit verbundenen Gewinn eines Mercedes Vito zwar nicht geklappt - ein ebenso großer Erfolg ist jedoch der sehr ansehnliche zweite Platz, der erreicht werden konnte: Dieser beinhaltet "in Anerkennung der herausragenden Leistungen für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund" eine Urkunde sowie einen Scheck über 10.000 Euro. Doch auch, wenn es mit dem ersten Rang nicht geklappt hat, wurde verdeutlicht, dass alle Mannschaften und Gruppen, die nach Frankfurt eingeladen wurden, bereits schon Sieger seien.

Gemeinsam mit dem FC St. Pauli gewann der 1999 von Reinhold Beckmann gegründete gemeinnützige Verein NestWerk e.V. den Sonderpreis für seine herausragende Integrationsarbeit. In der Kategorie Verein kürte die Jury um Wolfgang Niersbach den SV Lindenau. Die Geschwister-Scholl-Schule aus Seelze siegte in der Kategorie Schule. Unter den freien und kommunalen Trägern überzeugte der Sportkreis Stuttgart.

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