Mannheim

#KeinerBleibtAllein – der Hashtag gegen Einsamkeit an Weihnachten

Christian Fein startet 2016 mit dem Projekt und führt seitdem über 150.000 Teilnehmende zusammen. Nach zwei Pandemie-Jahren kann es nun wieder voll losgehen.

23.11.2022 UPDATE: 23.11.2022 13:22 Uhr 1 Minute, 18 Sekunden
Symbolbild. Foto: dpa

Von Marcel Schreiner

Mannheim. Es ist ein Projekt, das 2016 aus einem einfachen Tweet heraus entstand und seitdem 150.000 Teilnehmende überzeugt hat, das Weihnachtsfest und den Jahresausklang mit etwas Besonderem anzugehen: Der Hashtag #keinerbleibtallein. Dabei geht es vor allem um das Miteinander: Wer in der Weihnachtszeit gerne Gesellschaft hätte, diese aber nicht im eigenen Umfeld hat, der kann sich melden – und wird dann mit jemandem zusammengeführt, der noch einen Platz an seinem Tisch frei hat. Die Idee von Initiator Christian Fein ist simpel – scheint aber gerade deshalb bestens zu funktionieren.

Tweet #KeinerBleibtAllein von Twitter

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"Auch in diesem Jahr ist es das Ziel des Projektes, Einsamkeit durch die Vermittlung von Gesellschaft zu bekämpfen", erklärt er auf der Aktions-Homepage: "Um vermeintliche gesellschaftliche Diskurse zu brechen und sich einander zu öffnen. Aber auch, um den gesellschaftlichen, solidarischen Zusammenhalt zu fördern." Das klappt nach zwei schweren Pandemie-Jahren inzwischen wieder sehr gut. In einer Pressemitteilung ist bereits jetzt von einer vierstelligen Teilnehmerzahl die Rede. "Nachdem die letzten zwei Jahresenden eine Vermittlung schwer möglich machten, haben wir mit bislang über 1500 Teilnehmenden eine sehr positive Resonanz erhalten", freut sich Fein, dass in diesem Jahr endlich wieder die Möglichkeit zum Zusammenführen gegeben ist.

Besonders am Projekt: Es finanziert sich selbst, Spenden oder externe monetäre Hilfe sind nicht nötig. Stattdessen hoffen die Verantwortlichen auf eine größere Verbreitung ihrer Beiträge – um noch mehr Menschen zu erreichen, die bei der Aktion "KeinerBleibtAllein" mitmachen. Finanziell war es dem Verein sogar möglich, einen SocialFund über 3000 Euro einzurichten, um armutsbetroffenen Gastgebern eine Unterstützung von 15 Euro zukommen zu lassen.

Teilnehmen kann dabei deutschlandweit jeder, kostenfrei versteht sich. Einzige Bedingung ist dabei ein Konto bei Facebook, Twitter, Instagram oder Mastodon. "Die Teilnahme wird auf die angegebenen sozialen Netzwerke eingeschränkt", erklären die Verantwortlichen auf der Homepage: "Es ist nicht möglich, über Dritte teilzunehmen, weil es den individuellen Aufwand für uns und die Teilnehmenden dramatisch erhöht." Dabei soll die Konzentration der Freiwilligen darauf liegen, die Einsamen in der Weihnachtszeit zusammenzuführen und ihnen ein angenehmen Miteinander zu bescheren. Wer Interesse hat, der schreibt die Verantwortlichen einfach über einen der Dienste an und wartet auf eine Antwort.

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