Rangnick: "Die Erleichterung war schon groß"

Vor dem Spiel standen die Hoffenheimer und Trainer Ralf  Rangnick enorm unter Druck, aber sie hielten dagegen und hoffen auf Versöhnung mit den Fans  

19.04.2010 UPDATE: 19.04.2010 12:59 Uhr 1 Minute, 46 Sekunden
Rangnick hat ausnahmsweise die Qual der Wahl

Vor dem Spiel standen die Hoffenheimer und Trainer Ralf  Rangnick enorm unter Druck, aber sie hielten dagegen und hoffen auf Versöhnung mit den Fans  

Die Sonne scheint wieder über dem Kraichgau - auch im übertragenen Sinn. Nach heftigen Gewittern in der vergangenen Woche haben die Blau-weißen den Dortmundern einen Punkt abgerungen. "Man hat gesehen, dass die Mannschaft bereit war zu fighten. Es war klar, dass wir nach den letzten Wochen hier nicht fußballerisch glänzen und gewinnen konnten, sondern dass es über eine gute Abwehrleistung geht", sagte Trainer Ralf Rangnick nach dem Spiel.

Die Erleichterung war auch ihm anzusehen. Rangnick stand ebenfalls in der Kritik, erhielt von Mäzen Dietmar Hopp und Manager Jan Schindelmeiser aber immer volle Rückendeckung. Am Montag gab sich Rangnick sichtlich gelassen: " Die Erleichterung war gestern schon groß. Die Jungs haben sich gefreut, dass sie endlich mal belohnt wurden für den Aufwand, den wir betrieben haben. Es war am Ende ein verdienter Punktgewinn."

Dabei mussten die Hoffenheimer nach dem 0:1 in der 60. Minute erneut zittern. Rangnick: "Das war natürlich furchtbar ärgerlich, aber am Ende haben wir uns den Punkt verdient. Es war wichtig zu punkten und vor allem auch der Auftritt als Mannschaft."

Das zurückgewonnene Selbstvertrauen ist Balsam für die zarten Fußballerseelen. Vor allem der formschwache Ibisevic schöpfte nach seinem Tor neuen Mut. "Wer weiß, dass wir in den letzten dreizehn Spielen acht Tore geschossen haben und erwartet hat, dass wir munter drauf losspielen, dem kann ich auch nicht helfen. Die Stimmung in der Kabine war freudig. Es ist doch klar, dass die Jungs sich über so ein Tor in der letzten Minute freuen. Die Spieler wissen auch wie wichtig es war hinterher nicht wieder erklären zu müssen 'Wir haben eigentlich gut gespielt aber wieder keine Punkte geholt'" sagte Ralf Rangnick.

Auch die Versöhnung mit den rund fünfhundert mitgereisten Fans ist geglückt. "Man sieht, dass die Fans die Mannschaft gefeiert haben und der einzige Weg wie wir zur alten Form finden können ist zunächst über den Kampf und nicht von vornherein über das Spielerische. Wer nach den letzten Spielen und seit Weihnachten mitbekommen hat wie schwer es uns fällt Tore zu schießen und wer dann davon ausgegangen ist, dass wir im Hurrastil und mit der Viererkette an der Mittellinie stehen, dem kann ich auch nicht helfen." Und weiter: "Es war ein Schritt in die richtige Richtung und auch die richtige Antwort auf alles, was in den letzten Wochen auf die Mannschaft eingestürmt und eingeprasselt ist. Das war nicht wenig und da haben sie was den Auftritt als Team angeht die richtige Antwort gegeben."

Dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den Hamburger SV sieht Ralf Rangnick nun etwas gelassener entgegen: "Wenn die Mannschaft kämpferisch wieder so auftritt, dann werden wir sicher auch die Unterstützung im nächsten Heimspiel haben."

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