Rehkitz von Hund getötet Hintergrund

30.09.2022 UPDATE: 29.09.2022 20:00 Uhr 55 Sekunden

> Hunde im Wald: Einen Leinenzwang für Hunde im Wald gibt es laut Forst BW in den Wäldern Baden-Württembergs zwar nicht. Es sei jedoch so, dass Hunde im Wald nur dann frei laufen dürfen, wenn der Halter oder die Halterin ihren Vierbeiner auch ohne Leine sicher unter Kontrolle hat. Entscheidend sei, dass der Hund jederzeit unverzüglich "zu Fuß" gerufen werden kann. Sollte das nicht der Fall sein, mache sich der Halter oder die Halterin einer Ordnungswidrigkeit schuldig. "Nehmen Sie Ihren Hund bitte an die Leine, wenn Sie ein Wildtier sehen oder Ihnen andere Waldbesucher – vor allem Kinder – begegnen", appelliert Forst BW.

> Das Wildernlassen von Hunden hat dem Schlierbacher Jagdpächter Oliver Berbig zufolge für deren Halter folgende rechtliche Konsequenzen: Es erfolge eine Prüfung durch die Polizeibehörde, ob der Hund nach Paragraf 2 der Polizeiverordnung über das Halten von gefährlichen Hunden als gefährlich einzustufen ist und ob etwaige Schutzmaßnahmen wie Maulkorb und/oder permanenter Leinenzwang anzuordnen sind. Zudem werde der Tatbestand der Jagdwilderei nach Paragraf 292 des Strafgesetzbuches (StGB) geprüft. Jagdwilderei sei eine Straftat und keine bloße Ordnungswidrigkeit mehr. Das Strafmaß reiche von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Das Hetzen eines Tieres auf ein anderes bedeutet nach Angaben des Jagdpächters weiterhin einen Verstoß gegen das Landestierschutzgesetz Paragraf 3, Absatz 8 sowie gegen die örtliche Polizeiverordnung: In Neckargemünd wird dies in Paragraf 12 thematisiert und in Heidelberg in Paragraf 8 mit Fokus auf die Gefährdung durch Hunde. lew