Heidelberg

Virologe mit Ernst-Jung-Preis ausgezeichnet

Prof. Ralf Bartenschlager sei es gelungen, Grundlagen zur Heilung nach Hepatitis-C-Schäden zu schaffen.

12.05.2022 UPDATE: 12.05.2022 13:36 Uhr 46 Sekunden
Ralf Bartenschlager. Foto: Archiv

Hamburg. (dpa/lsw) Ein Heidelberger Virologe und eine Frankfurter Biochemikerin und Pharmakologin sind mit dem Ernst-Jung-Preis für Medizin ausgezeichnet worden. Den mit 300 000 Euro verbundenen Preis teilen sich Prof. Ralf Bartenschlager, Leiter der Abteilung Molekulare Virologie am Uniklinikum Heidelberg, sowie Prof. Ingrid Fleming vom Zentrum für Molekulare Medizin an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wie die Hamburger Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung am Donnerstag mitteilte.

Mit seinen Arbeiten zur Erforschung der Biologie sogenannter RNA-Viren sei es Bartenschlager gelungen, eine Grundlage zu schaffen, um Schädigungen nach chronischer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus heilen zu können. Fleming erhält die Auszeichnung unter anderem für ihre Forschung zu möglichen Folgeerkrankungen von Diabetes, hieß es.

Mit der Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold ehrt die Stiftung eigenen Angaben zufolge das Lebenswerk von Wissenschaftlern, die einen bedeutenden Beitrag zum medizinischen Fortschritt geleistet haben. Nun bekommt der Humanimmunologe Prof. Alain Fischer diese Auszeichnung. Damit verbunden ist ein Stipendium in Höhe von 30 000 Euro, das Fischer an einen Nachwuchswissenschaftler seiner Wahl vergeben kann. Der Ernst Jung-Karriere-Förderpreis (210 000 Euro) geht an den Krebsforscher Anastasios Giannou vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

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Die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung mit Sitz in Hamburg wurde 1967 von dem Unternehmer Ernst Jung gegründet. Ihre drei Medizin-Auszeichnungen vergibt sie jährlich.

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