St. Peter-Ording

Strandparadies zwischen Wald und Wattenmeer

St. Peter-Ording mit seinen außergewöhnlichen Pfahlbauten verspricht auch abseits des Meeres vielfältige Erlebnisse.

22.06.2022 UPDATE: 22.06.2022 11:30 Uhr 2 Minuten, 21 Sekunden
Beim Anblick solch eines Sonnenuntergangs versteht man die Anziehungskraft der Nordsee. Foto: dpa

St. Peter-Ording (dpa) - Wer sich über die lang gestreckte Seebrücke zur Nordsee aufmacht, steht bald in einer schier endlosen Weite - nichts als Meer, Sand und Seeluft im Takt der Gezeiten. Über zwölf Kilometer erstreckt sich der feine Sandstrand von Nord nach Süd. Bis zu zwei Kilometer ist er breit.

Dieser Strand hat St. Peter-Ording berühmt gemacht. Er zählt - wie das gesamte deutsche Wattenmeer - zum Unesco-Weltnaturerbe. Barfüßler genießen ausgedehnte Spaziergänge entlang der Brandung, Wasserratten stürzen sich in die Fluten, Erholungssuchende lieben die Auszeit im Strandkorb. Doch der Kurort an der Nordseeküste im Westen der Halbinsel Eiderstedt hält mehr als Strandleben bereit.

Hintergrund
Informationen: St. Peter-Ording

Anreise: St. Peter-Ording ist mit der Bahn (über Husum) gut erreichbar. Es fahren stündlich Regionalbahnen.

Tipp: Um St. Peter-Ording zu erkunden, lohnt ein Leihfahrrad. Damit lassen

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Informationen: St. Peter-Ording

Anreise: St. Peter-Ording ist mit der Bahn (über Husum) gut erreichbar. Es fahren stündlich Regionalbahnen.

Tipp: Um St. Peter-Ording zu erkunden, lohnt ein Leihfahrrad. Damit lassen sich auch Touren auf der Halbinsel Eiderstedt unternehmen. Ein legendäres Ziel der Gegend ist nach rund 15 Kilometern erreicht: der rot-weiß gestreifte Leuchtturm Westerhever, deutschlandweit bekannt aus TV-Spots einer größeren norddeutschen Biermarke und das Wahrzeichen der Halbinsel.

Übernachtungen: Unter den insgesamt 16 000 Betten St. Peter-Ordings (2019 wurden 2,6 Millionen Übernachtungen gezählt) können Urlauber zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher Unterkünfte wählen. Von Zimmern zahlreicher Privatpensionen über Ferienwohnungen bis zu mondänen Hotels. Darüber hinaus stehen Campingurlaubern und Wohnmobilisten mehrere Camping- und Stellplätze zur Wahl.

Informationen: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, Maleens Knoll 2, 25826 St. Peter-Ording (Tel.: 04863/ 9990; E-Mail: info@tz-spo.de; Website: www.st-peter-ording.de)

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Über den Dingen schweben

Bäckermeister Max Ranft errichtete 1911 den ersten der charakteristischen Pfahlbauten am Strand von St. Peter-Ording. Er nannte ihn "Giftbude", was dem Plattdeutschen im Sinne von "dor gift dat wat" entlehnt ist ("Dort gibt es was"). Und was gab es dort? Butterkuchen und Schnaps - die erste Strandbar war geboren.

Längst sind die Pfahlbauten ein Wahrzeichen der Gemeinde. Von Nord bis Süd streben fünf Restaurants auf mächtigen Lärchenpfählen bis zu sieben Meter gen Himmel. Man speist, während man quasi über dem Strand schwebt. Hinzu gesellen sich die Pfahlbauten der Badeaufsichten sowie die Toilettenhäuschen.

Insgesamt 13 hölzerne Stelzenbauten zieren die fünf bewachten Strandabschnitte. An diesen nagen nicht nur Stürme und Gezeiten. Jahr für Jahr rückt die Nordsee acht bis zehn Meter den Strand hinauf. Die Strandbar 54° Nord hat mittlerweile "nasse Füße" und wird im kommenden Jahr 230 Meter landeinwärts versetzt.

Vier Mal Vielfalt - die Ortsteile Ording, Bad, Dorf und Böhl

St. Peter-Ording hat vier Ortsteile mit je ganz eigenem Flair. Das Eldorado für Wassersportfans ist der Ordinger Strand im Norden. Hier wirbeln Kite-Surfer durch die Lüfte, balancieren Stand-Up-Paddler auf dem Meer und geben sich Surfer heranrauschenden Wellen hin. Am großen Strandparkplatz stehen zahllose Vans und Campingmobile.

Der Ortsteil Bad bildet das quirlige Herz des Orts. Auf der 1095 Meter langen Seebrücke pilgern Urlauber ...