SV Waldhof gegen Schweinfurt

Turbulentes 3:2 – Boyd rettet wacklige Buwe

Waldhof Mannheim holt in Schweinfurt trotz schwacher Leistung den Sieg. Ein Triumph, der mehr Erleichterung als Euphorie auslöst.

29.11.2025 UPDATE: 29.11.2025 18:28 Uhr 1 Minute, 50 Sekunden
Freude pur: Terrence Boyd jubelt nach seinem entscheidenden Tor ausgelassen. Archivfoto: pix

Von Ronny Ding

Schweinfurt. Der SV Waldhof hat beim FC Schweinfurt nach einer nicht überzeugenden Vorstellung mit 3:2 (1:0) gewonnen. Abhaken und am besten schnell vergessen sollten die Waldhöfer das Spiel. Hauptsache gewonnen. 

Drei Veränderungen nahm Trainer Luc Holtz gegenüber dem 1:0-Sieg über den SV Wehen Wiesbaden vor. Für Emmanuel Iwe, Seyhan Yigit und Adama Diakhaby rückten Diego Michel, Arianit Ferati und Nicklas Shipnoski in die Startelf. Felix Lohkemper fehlte verletzungsbedingt, Sascha Voelcke stand etwas überraschend nicht im Kader. Holtz sprach am Vortag von Härtefällen, die es immer wieder mal geben würde, wenn viele Akteure einsatzfähig sind. In diese Kategorie fällt wohl der Linksverteidiger.

Die Buwe erwischten einen Blitzstart, denn schon in der 4. Minute gelang Terrence Boyd die Führung. Kennedy Okpalas Schuss konnte Schweinfurts Schlussmann noch abwehren, doch der US-Boy stand wieder mal richtig und staubte ab.

Ruhe brachte die Führung erst einmal nicht in die Aktionen der Mannheimer. Die Franken spielten sich mehrfach nach vorn durch, Torchancen sprangen dabei nicht heraus. Aber es gab frühe Gelbe Karten für Lukas Klünter und Tim Sechelmann von Schiedsrichter Sebastian Hilsberg, der nicht den sichersten Eindruck machte. Zwei Drittel der Dreierkette waren somit früh vorbelastet.

Schweinfurt wurde zum Ende der ersten Halbzeit dominant. Ein Glück für die Buwe, dass es mit dem Torschießen der Gastgeber überhaupt nicht klappte. So rettete der SVW den knappen Vorsprung in die Pause. "Die betteln ja um den Ausgleich", meinte ein Waldhof-Fan in der Halbzeit. Ganz unrecht hatte er da nicht.

Neue Spieler brachte Holtz mit dem Wiederanpfiff. Julian Rieckmann und Diakhaby ersetzten Janne Sietan und Ferati. Schweinfurt drängte indes weiter auf den Ausgleich. Ekin Celebi war es dann, der diesen auch erzielte (52.).

Doch der SVW hatte die richtige Antwort. Keine sechzig Sekunden später lagen die Buwe wieder in Front. Während der FCS noch feierte, erzielte Okpala das 2:1 (53.). Offenbar brauchte es ein Gegentor, denn Waldhof wurde mit der erneuten Führung aktiver und nahm die widrigen Bedingungen besser an.

Für die Vorentscheidung hätte Okpala sorgen können, doch sein Kopfball nach der Boyd-Flanke verfehlte das Ziel knapp (68.). Schweinfurt nutzte seine zweite  Chance im Spiel besser. Nach einem Lattentreffer war  Pius Krätschmer zur Stelle und glich zum 2:2 aus (76.). Wieder waren die Buwe gefordert, das Spiel war nun völlig offen, weil auch der FC unbedingt gewinnen wollte.

Eine Standardsituation, es war der dritte Eckball für den SVW, brachte die Blauschwarzen zum dritten Mal in Front. Diakhaby fand im Zentrum Boyd, der seinen zweiten Treffer erzielte (83.). Wieder hatten die Kurpfälzer die richtige Antwort parat.

Das sollte für einen Auswärtssieg reichen. Nur noch sieben Minuten Nachspielzeit galt es zu überstehen. Jedoch bekam Schweinfurt noch seine Chance: Gegen Jakob Tranziska hielt Thijmen Nijhuis allerdings bravourös (90.+3). So blieb es beim 3:2 für den SVW.


SV Waldhof: Nijhuis – Klünter, Hoffmann, Sechelmann – Shipnoski (58. Iwe), Michel (80. Masca), Sietan (46. Rieckmann), Abifade – Ferati (46. Diakhaby) – Boyd (88.Karbstein), Okpala

Schiedsrichter: Hilsberg (Mainz)

Zuschauer: 3882

Tore: 1:0 Boyd (4.), 1:1 Celebi (52.), 2:1 Okpala (53.), 2:2 Krätschmer (76.), 3:2 Boyd (83.)

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