Adler Mannheim gegen Schwenningen

Revanche gelungen im hitzigen Landesderby

Die Adler siegen mit 4:2. Im Oktober gab es noch eine 0:3-Heimniederlage.

28.11.2025 UPDATE: 28.11.2025 22:37 Uhr 1 Minute, 41 Sekunden
Luke Esposito bejubelt seinen Treffer zur zwischenzeitlichen 4:1-Führung der Adler. Foto: pix

Von Rainer Kundel

Schwenningen. Den Mannheimer Adlern ist am 23. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga mit einem weitgehend klug erspielten 4:2 (1:0, 3:1, 0:1)-Sieg bei den Schwenninger Wild Wings die Revanche für die glatte 0:3-Heimniederlage vom 17. Oktober gelungen.

"Die Wild Wings werden mit Sicherheit wie die Feuerwehr aus der Kabine kommen. Da gilt es, im ersten Drittel dagegenzuhalten. Uns Spieler spornt es am meisten an, die Halle mit unserem Spielstil leise zu spielen", hoffte Justin Schütz auf einen guten Start in der Helios-Arena.

Die Prognose deckte sich durchaus mit dem Geschehen beim Tabellensechsten. Die Adler überstanden die ersten Minuten trotz einiger Unsicherheiten im Aufbau schadlos und gingen ihrerseits durch Nick Mattinen (5. Minute) in Führung. Der Verteidiger konnte aus halbrechter Position aus einiger Entfernung durchziehen, sein Schlagschuss schlug mit 148 km/Stunde hinter Wild Wings-Torhüter Eriksson ein. Entscheidend dafür war der Fehlpass des von Dan Renouf bedrängten Senyshyn.

In dem von Beginn an giftigen Landesduell versuchten die Mannheimer bei Schüssen von der blauen Linie stets einen Spieler vor dem Torraum der Gastgeber zu platzieren, um Nachschüsse anzubringen.

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Im mittleren Abschnitt konnten die Mannheimer Adler ihr Spiel noch besser durchsetzen. Tony Greco (24./Powerplay) traf nach Vorarbeit von Zach Solow von der linken Seite ins lange Ecke zum 0:2 und nur 13 Sekunden danach ließ sich die gleiche Formation das 0:3 gutschreiben. Diesmal brachten Greco und Solow ihren Sturmpartner Kris Bennett zentral in Schussposition – die Defensive der "Wilden Schwäne" war komplett ausgehebelt.

Die Bank der Schwarzwälder reagierte mit einer frühen Auszeit, was oftmals zumindest vorübergehend das Geschehen auf die andere Seite verlagert. So auch diesmal, weil Höfflin (29.) völlig allein gelassen vor Johan Mattsson mit einem Nachschuss verkürzen konnte.

Umso wichtiger war es, vor der zweiten Pause nicht weiter in Bedrängnis zu kommen und durch Luke Esposito (33.) den Drei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Ein durchaus umstrittener Treffer, aber die Schiedsrichter erkannten das Tor des Centers nach Ansicht der Videobilder trotz des Verdachts einer Kickbewegung mit dem Schlittschuh an.

Wenngleich die Gäste im Schlussdrittel durch einige Schlampigkeiten mehr Chancen zuließen als es dem Spannungsgehalt der mitgereisten Anhänger gut tat, brannte außer dem 2:4 durch Platzers Direktschuss in der 46. Minute nichts mehr an. Vor allem die Großchance für Tyson Spink eine Minute später hätte die Partie noch kippen lassen können, doch der im Stellungsspiel bekannt souveräne Mattsson ließ nichts mehr zu.

In der Crunchtime verteidigen die Adler den Vorsprung offensiv, so dass Schwenningen den sechsten Feldspieler erst spät bringen konnte.

Den verdienten drei Punkten in einem von versteckten Fouls geprägten Match folgt am Sonntag (16.30 Uhr) das Heimspiel gegen die zuletzt wenig konstanten Pinguins Bremerhaven.

Schwenninger Wild Wing – Adler Mannheim 2:4 (0:1, 1:3, 1:0); Tore: 0:1 Mattinen (5.), 0:2 Greco (24.), 0:3 Bennett (25.), 1:3 Höfflin (29.), 1:4 Esposito (33.), 2:4 Platzer (46.); Schiedsrichter: Hebert (Kanada), Schadewaldt (Schweinfurt); Strafminuten: 8/12; Zuschauer: 5200 (ausverkauft).

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