Angelbachtal

Kritische Stimmen, aber auch Lob zu 16 Wohnungen

Der Gemeinderat stimmt für drei Gebäude in der Friedrichstraße. Parkplätze nehmen viel Raum ein.

29.11.2025 UPDATE: 29.11.2025 04:00 Uhr 1 Minute, 5 Sekunden
Vor gut zehn Jahren wurde der ehemalige evangelische Pfarrgarten in der Friedrichstraße bereits für die Bebauung vorbereitet. Demnächst könnten nun tatsächlich die Bagger anrücken. Foto: Ralf März

Angelbachtal. (ram) Seit vielen Jahren liegt das große Grundstück des ehemaligen evangelischen Pfarrgartens in der Michelfelder Friedrichstraße brach. Nachdem die Kirchengemeinde ein neues Pfarrhaus fertiggestellt hatte, gab es erste Planungen des in Sinsheim-Eschelbach ansässigen Unternehmens Herrmann Massivhaus für das etwa 2400 Quadratmeter große Grundstück.

Die Planungen aus dem Jahr 2015, drei Gebäude mit jeweils drei Wohneinheiten zu errichten, konnten aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden, erklärte Geschäftsführer Jan-Michael Herrmann den Gemeinderäten, als er seine neuen Planungen vorstellte.

Diese sehen nun nur noch zwei Gebäude mit je acht Wohnungen zwischen 60 und 70 Quadratmetern vor, die heute viel eher gefragt seien, als die ursprünglich geplanten Wohnungen mit einer Größe von 135 Quadratmetern, sagte Herrmann. Insgesamt 32 Stellplätze sind für die 16 Wohneinheiten in einer Tiefgarage und oberirdisch vorgesehen, dazu Fahrradabstellräume und Fahrstühle. Auch einen kleinen Kinderspielplatz zeigt der Plan.

Kritik aus dem Rat gab es an der Größe der Gebäude. Lukas Del Monego (Junge Liste) bezeichnete diese als "überdimensioniert", und seine Fraktionskollegin Elisabeth Olesch kritisierte den Parkplatz für 16 Fahrzeuge vor dem Gebäude, der nach ihren Worten mit einem Supermarktparkplatz verwechselt werden könne.

Doch es gab auch lobende Worte: "Man muss froh sein, wenn es in die Vermarktung geht", meinte Heimo Linse (Bunte Liste), und Jürgen Lutz (Freie Wähler) begrüßte die kleineren Wohneinheiten. Gleichzeitig machte Herrmann deutlich, dass es sich um ein sehr großes Grundstück handle, und dieses nur so wirtschaftlich vermarktet werden könne.

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"Die Wohnungsnot lässt sich nur lösen, wenn man baut", hatte Bürgermeister Frank Werner schon eingangs betont, und damit auch empfohlen, dem Projekt zuzustimmen. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung erteilte der Rat das Einvernehmen der Gemeinde für das Vorhaben.

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