Von Karlsruhe bis Bensheim

Weihnachtmarkt-Tipps an den Grenzen unserer Region

Zwischen Trubel und Besinnlichkeit: Budenzauber haben viel Abwechslung zu bieten. Eine kleine Übersicht.

29.11.2025 UPDATE: 29.11.2025 04:00 Uhr 5 Minuten, 12 Sekunden
Der Weihnachtsmarkt von Michelstadt ist ein überregionaler Besuchermagnet. Foto: dpa

Heidelberg. (lub) In der Region halten in der Adventszeit gleich mehrere Weihnachtsmärkte Einzug – von der Großstadtkulisse am Rhein bis zur Fachwerkidylle im Odenwald. Wer Glühwein, Kunsthandwerk und stimmungsvolles Rahmenprogramm sucht, hat 2025 die Qual der Wahl.

> Ludwigshafener Weihnachtsmarkt. Rund um den Berliner Platz verwandelt sich Ludwigshafen bis zum 23. Dezember in eine kompakte Weihnachtswelt mit etwa 60 liebevoll geschmückten Holzhütten. Täglich von 12 bis 21 Uhr Freitags und Samstags bis 21.30 Uhr gibt es Kunsthandwerk, Geschenkideen und regionale Spezialitäten, dazu ein klassisches Programm mit Glühwein, Bratwurst und süßen Leckereien. Musik, Theater und Chöre sorgen an ausgewählten Tagen für Bühnenatmosphäre, am 6. Dezember schaut der Nikolaus vorbei, an den Abenden des 6. und 20. Dezember stehen Feuerwerke als besondere Hingucker im Kalender.

Für Kinder dreht sich das Karussell und am 7. Dezember auch das Rentierrodeo. Insgesamt setzt die Stadt auf eine ausdrücklich familienfreundliche Ausrichtung und gute Barrierefreiheit des Geländes. Als einer der größeren Märkte in Rheinland-Pfalz bindet Ludwigshafen Vereine und lokale Kunstschaffende eng ein und legt Wert auf hochwertige, kunsthandwerkliche Angebote.

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> Heilbronner Käthchen-Weihnachtsmarkt. Heilbronn setzt bis zum 22. Dezember auf eine Innenstadtbühne mit Hauptmarkt, Kiliansplatz und Rathausplatz als Dreh- und Angelpunkte. Täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet (am 4. Dezember bis 19 Uhr), bieten über 50 Stände regionale und internationale Produkte, Kunsthandwerk und kulinarische Spezialitäten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Kulturprogramm: Unter den Rathausarkaden lädt das "Winterkino" ein, auf dem Kiliansplatz bilden Glühweinturm und Weihnachtspyramide Blickfänger.

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Familien können sich am 6. Dezember auf den Nikolaus freuen. Dazu kommen Formate wie "Heilbronn singt", Auftritte von Bläsergruppen und Chören, alles eingebettet in eine dicht beleuchtete Innenstadt. Die Stadt wirbt mit einem Mix aus traditionellem Markt und kulturellem Begleitprogramm, inklusive barrierearmer Gestaltung.

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> Michelstädter Weihnachtsmarkt. Im Odenwald spannt sich vor der Kulisse von Fachwerkfassaden bis zum 21. Dezember der Michelstädter Weihnachtsmarkt auf, der immer mittwochs bis sonntags von 14 bis 20 Uhr öffnet (am Freitag, 5. Dezember, zusätzlich von 11 bis 18 Uhr). Rund 100 Buden bringen regionales Kunsthandwerk, Geschenkideen und kulinarische Spezialitäten in die Gassen.

Ein Markenzeichen sind die lebensgroßen Holzfiguren, die von der örtlichen Holzfachschule gefertigt werden und als Wegweiser durch den Markt leiten. Bläserquintett und Alphornmusik untermalen die Abende, ein lebendiger Adventskalender mit wechselnden Aktionen sowie kindgerechte Angebote betonen die traditionelle, familiennahe Ausrichtung.

Die Stadt rückt die Verbindung von historischer Altstadt und Markt bewusst in den Vordergrund und stärkt gezielt regionale Handwerkskunst.

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> Altdeutscher Weihnachtsmarkt Bad Wimpfen. Wenn in Bad Wimpfen an den ersten drei Adventswochenenden die Lichter angehen, zieht einer der traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands in die engen Gassen der mittelalterlichen Altstadt ein. Dieser findet bereits seit 1487 statt. Der Weihnachtsmarkt ist freitags und samstags von 11.30 bis 21.30 Uhr sowie sonntags von 11.30 bis 20 Uhr geöffnet.

Das historische Stadtbild mit Mauern, Türmen und Fachwerkhäusern ist Teil des Programms. Über 160 Stände setzen auf kunsthandwerkliche und kulinarische Angebote mit bewusst traditionellem Charakter, ergänzt durch Gaukler, Musikgruppen und Handwerker, die historische Künste zeigen.

Familienangebote mit Märchenerzähler, Kinderprogrammen sowie die Krippenausstellung mit lebensgroßen Krippenfiguren verstärken das altdeutsche Flair und grenzen den Markt klar von modern-kommerziellen Varianten ab.

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> Deidesheimer Advent. Deidesheim feiert den "Deidesheimer Advent" 2025 an allen vier Adventswochenenden von Freitag bis Sonntag; die Öffnungszeiten liegen zwischen 17 und 21 Uhr am Freitag, 14 und 21 Uhr am Samstag und 14 bis 20 Uhr am Sonntag. Bahnhofstraße, Marktplatz und Stadtplatz werden zum Kern eines Weihnachtsmarkts, der festliche Beleuchtung und historischen Stadtkern miteinander verbindet.

Rund 80 Buden bieten Kunsthandwerk, regionale Produkte und Kulinarik, ergänzt um ein breites Kinderprogramm mit Wichtelstube, Wunschtheater, Bastelaktionen, nostalgischen Karussells und historischem Riesenrad. Konzerte, Lesungen und weitere Kulturveranstaltungen greifen die Weintradition der Stadt auf, Nachhaltigkeitsaspekte wie Mehrwegbecher und Fokus auf regionale Produkte sind ausdrücklich Teil des Konzepts. Die Veranstalter betonen Familienorientierung, lokales Flair und die Einbindung von Vereinen und Künstlern.

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> Alt-Rothenburger Reiterlesmarkt. Zum Jahresende präsentiert sich Rothenburg ob der Tauber von seiner schönsten Seite: Der Alt-Rothenburger Reiterlesmarkt gilt als einer der reizvollsten Weihnachtsmärkte Deutschlands und öffnet bis zum 23. Dezember 2025 (geschlossen am Totensonntag), sonntags bis donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie freitags und samstags bis 20 Uhr.

Eingebettet in die malerische Kulisse zwischen Rathaus und St.-Jakob erstreckt sich der Markt traditionell zwischen Marktplatz, Grünem Markt, Kirchplatz und im Lichthof am Rathaus, während die gesamte Altstadt im hellen Lichterglanz erstrahlt. Auf 61 festlich geschmückten Buden locken regionale Spezialitäten wie Lebkuchen, Schneeballen, Glühwein und Kunsthandwerk, täglich untermalt von Bläsergruppen auf der Bühne am Grünen Markt.

Ein Highlight sind die abends enthüllten Adventsfenster im zweiten Stock des Rathauses, gestaltet von lokalen Schulklassen und Jugendgruppen. Die traditionelle Eröffnung am Freitag vor dem 1. Advent bringt das mythische Reiterle zu Pferd auf den Marktplatz, gefolgt von der Baumbeleuchtung durch den Oberbürgermeister.

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> Karlsruher Christkindlesmarkt/Weihnachtsstadt. Karlsruhe verwandelt seine Innenstadt von Ende November bis 23. Dezember 2025 in eine "Weihnachtsstadt": Der Christkindlesmarkt zieht sich über Marktplatz, Friedrichsplatz und das Kinderland am Kirchplatz St. Stephan.

Täglich ab 11 Uhr öffnen rund 100 Stände, die den klassischen Mix aus Kunsthandwerk, weihnachtlichen Artikeln und internationaler Kulinarik bieten. Ein Markenzeichen ist der "fliegende Weihnachtsmann", der als Hochseilartist mit Rentierschlitten über dem Marktplatz schwebt, dazu kommt ein barrierefreies Riesenrad mit Blick über die ganze Stadt.

Die "Licht-Weihnacht" setzt auf moderne Licht- und Kunstinstallationen, ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Musik und Theater begleitet die komplette Laufzeit.

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> Speyerer Weihnachts- und Neujahrsmarkt. Speyer spannt den Weihnachts- in den Neujahrsmarkt: bis zum 6. Januar wird rund um den Dom, auf Domplatz, Alte Münze, Altpörtel und Geschirrplätzel gefeiert. Der Markt ist von Montag bis Donnerstag von 11 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 22 Uhr sowie Sonntag von 11 bis 21 Uhr geöffnet; die Verkaufsstände schließen jeweils um 20 Uhr.

Am 24. Dezember ist von 10 bis 13 Uhr geöffnet, am 25. und 26. Dezember geschlossen, am 31. Dezember öffnen von 11 bis 15 Uhr und am 1. Januar von 13 bis 21 Uhr 80 bis 100 Buden mit Kunsthandwerk, Geschenken und kulinarischem Angebot. Statt klassischem Feuerwerk setzt die Stadt auf ein innovatives 3D-Videomapping am Altpörtel, das Lärm und Brandgefahren reduziert und gleichzeitig einen modernen Akzent in der historischen Kulisse des Kaiserdoms setzen soll.

Tägliche Adventsaktionen, Walking Acts, Konzerte, Lesungen und Kinderprogramme laufen über die Feiertage bis ins neue Jahr.

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> Bensheimer Weihnachtsmarkt. In Bensheim lädt der Weihnachtsmarkt bis zum 22. Dezember in die Fußgängerzone ein. Sonntags bis donnerstags von 11.30 bis 20 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr. Die Stände verteilen sich über mehrere Plätze in der Innenstadt, ein großer Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz ist der Mittelpunkt des Marktes. Künstlerisch gestaltete Buden, eine breites kulinarische Auswahl und ein Angebot an Kunsthandwerk und regionalen Spezialitäten sollen eine familiäre, eher ruhige Atmosphäre schaffen.

Musik und kleinere Veranstaltungen ergänzen die Szenerie. Die Organisation liegt seit 2017 beim Eigenbetrieb Stadtkultur Bensheim und der MEGB (Marketing- und Entwicklungs- Gesellschaft Bensheim), die besonderen Wert auf hochwertige Künstlerbuden legen.

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> Sicherheitskonzepte. Die Weihnachtsmärkte in Ludwigshafen, Heilbronn, Michelstadt, Bad Wimpfen, Deidesheim, Rothenburg ob der Tauber, Karlsruhe, Speyer und Bensheim setzen dieses Jahr verstärkt auf Zufahrtssperren wie mobile Poller, Sperren oder Barrieren an Haupt- und Nebenzufahrten, um unbefugten Fahrzeugverkehr während der Öffnungszeiten zu verhindern.

Alle Märkte betonen ihre enge Zusammenarbeit mit Polizei und Security-Diensten und setzen auf erhöhte Präsenz in sensiblen Bereichen – etwa durch verstärkte Streifen im "3er-Ring-Konzept" mit innerer, äußerer und umliegender Absicherung gegen Diebstahl und Störungen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Verkehrsregelungen wie Straßensperrungen, Einbahnstraßen, Parkverbote und Umleitungen in Altstadtbereichen sowie abgestimmte Notfallvorbereitungen mit Feuerwehr, Sanitätsdiensten und Warnsystemen.

Seit dem 31. Oktober 2024 ist das Mitführen von Messern aller Art auf Weihnachtsmärkten bundesweit verboten. Besonderheiten ergeben sich aus lokalen Anpassungen an Größe und Budget, wobei die Kosten für Miet-Sperrsysteme ein zentrales Thema bleiben. In Ludwigshafen sorgen Poller in der Innenstadt und erhöhte Polizeipräsenz für Schutz. Heilbronn mietet High-Tech-Poller für 250.000 Euro. Michelstadt setzt auf Verkehrsänderungen und Cannabiskonsumverbot während Events mit Altstadtfokus.

Auch Bad Wimpfen baut auf Sperrelemente und Stadtstreifen im Wochenendbetrieb. Rothenburg ob der Tauber priorisiert einen frühen Start des Weihnachtsmarktes. Karlsruhe stellt ein Konzept mit Zufahrtssystemen vor und schließt mögliche Lücken mit neuen Sperren für 120.000 Euro.

Speyer hat mobile Sperren, Notlicht- und Durchsageinseln installiert und den Sanitätsdienst im Rathaus untergebracht. Bensheim sperrt die Zufahrt an vier Fußgängerzonenstellen für schnelle Einsatzreaktionen.

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