Kindersicherung birgt Gefahren

Geschützte Steckdosen statt Pastik-Einsätze

Kleinkinder sind oft einfallsreicher und ausdauernder, als Eltern ihnen das zutrauen. Steckdosen können da zur Gefahr werden.

23.09.2022 UPDATE: 23.09.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 2 Sekunden
Voll spannend, so eine Steckdose. Foto: dpa

Die üblichen Kindersicherungen für Steckdosen zum Einkleben und Einschrauben können unter Umständen Brände auslösen. Diese Einsätze aus Kunststoff verlängern den Weg des Steckers zum Steckkontakt in der Dose, erklärt die Aktion Das sichere Haus.

Die Steckkontakte können also nicht so tief eindringen, wie sie sollten - und damit erhöht sich der elektrische Widerstand. Die Folge: Der Stecker kann erhitzen und das Kabel schlimmstenfalls anfangen, zu brennen.

Besser: Gleich geschützte Steckdosen verbauen

Wer auf Nummer sichergehen möchte, dem rät die Aktion für mehr Sicherheit im Haushalt daher, lieber gleich ganz neue Steckdosen einzubauen. Und zwar solche, die mit dem Zusatz "mit erhöhtem Berührungsschutz" beworben werden.

Sie verfügen über einen integrierten Berührungsschutz in Form eines Drehflügels. Dieser öffnet sich nur, wenn beide Stecker-Pins gleichzeitig eingeführt werden.

Schwere Möbel und Schutzkappen als Alternative

Aber: Das ist nur eine Möglichkeit für Neubauten und Sanierungen, oder Häuser und Wohnungen im eigenen Besitz. Denn es handelt sich dabei um einen kompletten Austausch der Steckdosen. Mieter müssten eine solche Maßnahme vom Vermieter genehmigen lassen. Und es kann selbst dann sein, dass dieser darauf besteht, dass die Spezialsteckdosen beim Auszug wieder ausgebaut werden. Zumal der Austausch durch Fachpersonal vorgenommen werden sollte.

Die Alternative ist etwas Möbelrücken. Wer schwere Stücke vor die Steckdosen setzt, versperrt den Kindern den Zugang. Für Steckdosen, die man selbst noch ab und an aber braucht, ist vielleicht diese Alternative eine Lösung: Steckdosen-Schutzkappen. Sie verschließen die Steckdose komplett, solange sie nicht genutzt werden. Braucht man die Steckdose, muss man die Kappen mit teils etwas Mühe ziehen.