Neu und erschreckend war die Dimension; die Zwischenfälle erinnerten an Hooliganexzesse am Rande von Fußballspielen. "In sozialen Netzwerken wurde schon vor Samstag gezielt ein Feindbild Polizei aufgebaut," so Polizeisprecher Martin Boll. Feuerwerkskörper, die von Teilnehmern auf dem Gelände gezündet wurden, seien als Schüsse aus Polizeipistolen bezeichnet worden. Das war Zündstoff für die 2 500 Gewaltbereiten, darunter 500 junge Männer aus Frankreich.

Für die Stadt Mannheim, die sich gerne als Multi-Kultimetropole etikettiert und in der über 160 Nationen tatsächlich tolerant miteinander umgehen, ist durch die Krawalle ein Schaden entstanden. Vor allem ein Imageschaden. In der nächsten Gemeinderatssitzung sollen die Ereignisse thematisiert werden. "Die Brutalität, mit der hier gegen Menschen in Polizeiuniform agiert wurde, verurteilen wir scharf", reagierte die CDU. Grüne und SPD fanden ähnlich deutliche Worte und wollen die Gewaltexzesse noch in diesem Monat im Stadtparlament diskutieren.

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